Ist meine Geschäftsidee wirtschaftlich und machbar?

Geschäftsidee prüfen

Das Fundament jedes erfolgreichen Unternehmens ist eine gute Idee. Doch wie lässt sich eine solche definieren und erkennen? Vor allem, wenn es Ihre eigene und nicht die Idee eines Vorgängers ist, sollten Sie Ihre Geschäftsidee frühzeitig auf ihre Machbarkeit überprüfen. Auf diese Art vermeiden Sie ein böses Erwachen, wenn Sie Ihren Businessplan potenziellen Investoren vorlegen oder auf ausreichende Kundennachfrage hoffen.

Die folgenden Kapitel bieten Tipps dazu, wie Sie Ihre Geschäftsidee möglichst früh prüfen, damit Sie einschätzen können, ob Sie diese Idee weiterverfolgen sollten oder ob es besser ist abzubrechen und die nächste Idee zu testen.


1. Ideen gibt’s wie Sand am Meer

2. Erfahrung zahlt sich aus

3. Kopieren ist erlaubt

4. Zielgruppenanalyse

5. Marktanalyse

6. Investitionsaufwand

7. Früh fehlschlagen: Testen Sie von Anfang an!

8. Flexibilität zahlt sich aus


1. Ideen gibts wie Sand am Meer

Sie möchten ein Unternehmen gründen, können sich aber nicht entscheiden, welche Produkte oder Leistungen Sie anbieten wollen? Da geht es Ihnen so wie vielen anderen, die mit der Selbstständigkeit liebäugeln. Grundsätzlich haben Sie viele Möglichkeiten zu gründen:

  • Sie übernehmen als Franchisenehmer ein bestehendes Geschäftskonzept.
  • Sie kopieren eine erfolgreiche Geschäftsidee von der Konkurrenz.
  • Sie führen als Unternehmensnachfolger eine Firma weiter.
  • Sie entwickeln eine eigene Idee.

In den ersten drei Fällen können Sie sich ein Stück weit ins gemachte Nest setzen. Dafür haben Sie als Franchisenehmer weniger Entscheidungsgewalt. Kopieren Sie eine Geschäftsidee, müssen Sie Ihren Kunden beweisen, dass Ihre Version besser ist als die der Konkurrenz. Als Unternehmensnachfolger finden Sie gefestigte Strukturen vor, die sich unter Umständen schwer verändern beziehungsweise verbessern lassen.

Mit einer eigenen Geschäftsidee dagegen starten Sie bei Null. Das ist mit Risiken und Chancen verbunden. Ideen zu finden sollte Ihnen als Unternehmer nicht schwer fallen. Dabei muss das Potenzial Ihrer Geschäftsidee weder in der Orginalität noch überhaupt im Produkt selbst liegen. Manche Geschäftsideen punkten einfach mit neuartiger Distribution, besserer Preisstruktur, besserem Service, günstigerer Produktion, effektiveren Prozessen und dergleichen.

Gründerschiff - Leinen los. Zukunft in Sicht.

Empfehlung: Sie suchen ausführliche Tipps für die Suche nach einer guten Geschäftsidee? Lesen Sie unseren Logbucheintrag „Geschäftsidee finden – Ratgeber für die Ideensuche“.

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2. Erfahrung zahlt sich aus

Studien zeigen: Gründer haben es schwerer, wenn Sie Quereinsteiger sind. Das bedeutet nicht, dass Sie nicht auch als studierter Historiker ein erfolgreiches Unternehmen für Grafikdesign gründen können. Sie profitieren allerdings von eigenen Erfahrungen in der Branche.

Deshalb gilt: Seien Sie vorsichtig mit Gründungen in einem Bereich, in dem Sie sich nicht auskennen. Auch wenn Sie glauben, dass Ihre Idee vielversprechend ist, fragen Sie sich, wie Sie Ihr eigenes Fachwissen in Ihrem Unternehmen einbringen werden oder ob Sie in Ihrer eigenen Branche nicht mehr Chancen auf Erfolg haben.


3. Kopieren ist erlaubt

Wenn Sie eine eigene Idee umsetzen möchten, lohnt es sich, einen Blick auf die Ideen anderer zu werfen.
Konzentrieren Sie sich dabei auf Unternehmen, die ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten wie Ihre Firma. Bedenken Sie aber, dass es hier neben dem Produkt selbst auch um andere Aspekte geht.

Betrachten Sie die Art und Weise, in der andere Anbieter am Markt agieren, welche Zielgruppe sie ansprechen, wie sie ihr Produkt bereitstellen, wie sie mit Kunden kommunizieren und wie erfolgreich sie letztendlich sind. Damit bekommen Sie auch ein Gespür dafür, inwieweit Ihr Angebot sich deutlich genug von der Konkurrenz abhebt. Spätestens an diesem Punkt bietet es sich an, eine ordentliche Marktanalyse zu machen.


4. Zielgruppenanalyse

Damit Ihre Idee erfolgreich ist, brauchen Sie Menschen, die bereit sind, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu kaufen. Wer diese Menschen sind, finden Sie in einer Zielgruppenanalyse heraus. Dabei können Sie danach unterscheiden, ob Sie sich an Privatkunden oder an Geschäftskunden richten. Handelt es sich um Privatkunden, stellen Sie sich Fragen wie die folgenden:

  • Welcher Altersgruppe gehören Ihre potenziellen Kunden an?
  • Handelt es sich eher um Männer oder um Frauen?
  • Ist Ihre Zielgruppe auf einen bestimmten Ort beziehungsweise eine bestimmte Region begrenzt?
  • Richten Sie sich speziell an bestimmte Berufe oder Einkommensschichten?
  • Wie viel Geld ist Ihre Zielgruppe bereit, für Produkte wie das Ihre auszugeben?

Es gibt noch zahlreiche weitere Merkmale, nach denen sich Zielgruppen unterscheiden lassen, zum Beispiel Familienstand und Religion. Versuchen Sie, möglichst viele davon zu erfassen. So erhalten Sie eine genaue Vorstellung davon, an wen sich Ihr Unternehmen richtet.


5. Marktanalyse

Eine umfassende Marktanalyse spielt eine zentrale Rolle beim Prüfen Ihrer Geschäftsidee. Sie schließt eine Wettbewerbsanalyse mit ein. Schließlich müssen Sie wissen, gegen welche Konkurrenz Sie sich behaupten müssen.

Zentrale Fragen einer Marktanalyse inklusive Wettbewerbsanalyse sind:

  • Wie groß ist der Markt für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung aktuell?
  • Wie hat er sich in den letzten Jahren entwickelt und wie wird er sich voraussichtlich in den nächsten Jahren entwickeln?
  • Welche Konkurrenten haben Sie und welche Stellung haben diese aktuell auf dem Markt?
  • Gibt es Ersatzprodukte, auf die Kunden ausweichen könnten?
  • Welche Verhandlungsmacht haben Ihre Lieferanten?

Schnell übersehen werden rechtliche Bestimmungen. Prüfen Sie im Rahmen einer Marktanalyse auch, inwieweit es für Ihre Branche beziehungsweise Ihre Geschäftsidee Einschränkungen gibt und welche Rolle diese für Sie spielen.

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Tipp: Eine tiefgehende Marktanalyse ist zentraler Bestandteil jedes Businessplans und notwendig um Investoren zu überzeugen. Unsere Businessplan-Workshops sorgen dafür, dass Sie nach zwei Tagen einen überzeugenden Businessplan in der Hand haben – die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Gründung.

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6. Investitionsaufwand

Eine kluge Idee ist erst dann erfolgsversprechend, wenn sie sich finanziell umsetzen lässt. Schätzen Sie deshalb so realistisch wie möglich ein, wie hoch Ihr Kapitalbedarf ist. Realistisch heißt in diesem Fall: Schätzen Sie lieber zu hoch als zu niedrig. Brauchen Sie am Ende weniger Geld als angenommen, ist das eine schöne Überraschung.
Der umgekehrte Fall kann schwerwiegende Liquiditätsengpässe zur Folge haben.

Besitzen Sie nicht genügend Eigenkapital, um Ihre Gründung komplett aus eigener Tasche zu bezahlen, machen Sie sich frühzeitig Gedanken über mögliche Geldquellen. Auch in dieser Hinsicht ist Ihre Geschäftsidee entscheidend. Investoren finden Sie dann, wenn Ihre Erfolgschancen hoch eingeschätzt werden – so hoch, dass Ihr Unternehmen nicht nur Sie und Ihre Mitarbeiter ernährt, sondern auch genug Rendite für Ihre Geldgeber abwirft. Schließlich erwarten Investoren für ihre Unterstützung einen Gegenwert.

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Tipp: Sprechen Sie uns an, wenn Sie auf der Suche nach Geldgebern für Ihre Unternehmensgründung sind.
Wir verfügen über gute Kontakte zu zahlreichen Privatinvestoren und Banken.

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7. Früh fehlschlagen: Testen Sie von Anfang an!

Wenn Sie die Möglichkeit haben, geben Sie sich beim Prüfen Ihrer Geschäftsidee nicht mit der puren Theorie zufrieden. Haben Sie das Geld dazu, können Sie ein Marktforschungsunternehmen beauftragen, gezielte Umfragen durchzuführen. So lässt sich herausfinden, wie viele Menschen bereit wären, für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu bezahlen.

Ist Ihnen das zu teuer, gehen Sie selbst auf die Straße. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, eine Vorversion Ihres Produkts anzufertigen und diese testweise zu vertreiben. So erhalten Sie einen Eindruck davon, wie hoch die Nachfrage – in einem eng abgesteckten Rahmen – tatsächlich ausfällt, und was Sie noch verbessern könnten.

Grundsätzlich gilt: Sammeln Sie Kunden-Feedback so früh wie möglich und während des gesamten Entwicklungsprozesses ihres Produktes. Sie brauchen nichts entwickelt zu haben, um den Dialog mit Ihrer Zielgruppe zu führen. Nutzen Sie Interviews, Fragebögen, Produktbeschreibungen, eine Produktwebseite, Konzept-Zeichnungen, Prototypen und alles, was Ihnen einfällt!


8. Flexibilität zahlt sich aus

Sie haben Ihre Geschäftsidee ausgiebig geprüft, und sie hat sich als erfolgsversprechend erwiesen? Dann auf zum nächsten Schritt!. Erstellen Sie einen Businessplan und gehen Sie bei Bedarf auf die Suche nach Geldgebern.

Ihre Prüfung ist negativ ausgefallen? Dann seien Sie ehrlich zu sich selbst und machen Sie nicht den Fehler, Ihre Idee trotzdem zu realisieren. Überlegen Sie sich lieber, ob und wie Sie diese verbessern könnten, oder nehmen Sie einfach die nächste in Angriff. Erfolgreiche Unternehmer lassen sich nicht entmutigen, sondern versuchen es immer und immer wieder.

Sie hätten gerne einen kompetenten Partner, der Ihnen dabei hilft, Ihre Geschäftsidee zu überprüfen? Profitieren Sie von unserer Erfahrung und fragen Sie uns nach einem Gründungscoaching.

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