Die 10 wichtigsten Regeln, damit Ihre Firmengründung ein Erfolg wird

Firmengründung Erfolg

Sie tragen sich, mit dem Gedanken, Ihre eigene Firma zu gründen und den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen? Ein solcher Schritt kann entscheidend sein, um langgehegte Träume zu verwirklichen und endlich die Freiheit zu erfahren, die Sie sich schon immer gewünscht haben.

Eine erfolgreiche Gründung ist allerdings auch eine Herausforderung. Sie wissen nicht so recht, wie Sie beginnen sollen? Hier zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt die richtige Vorgehensweise bei der Unternehmensgründung.

Es erwarten Sie die folgenden Themen:


1) Idee finden – das Fundament

  2) Förderprogramme prüfen – Banken, Investoren oder Crowdfunding

  3) Informationen einholen – Lassen Sie sich beraten

  4) Erlaubnis – notwendig oder nicht?

  5) Gründungsart bestimmen – Neugründung oder Übernahme

  6) Planen – Sorgfalt zahlt sich aus

  7) Rechtsform überlegen – der richtige Rahmen

  8) Einkommenssteuerliche Anmeldung – Gewerbe oder freier Beruf?

  9) Anmeldung der Tätigkeit – wo und wie?

10) Fragebogen zur steuerlichen Erfassung – Voraussetzung für Ihre Steuernummer

 


Idee finden – das Fundament

Am Anfang einer erfolgreichen Gründung steht eine gute Idee. Nur wenn diese ein tragfähiges Fundament abgibt, stehen die Erfolgsaussichten eines Unternehmens langfristig gut. Doch wie finden Sie eine solche Idee, falls diese nicht ohnehin der entscheidende Anstoß für Ihr Gründungsvorhaben ist? Dabei gibt es mehrere Herangehensweisen:

  • vorhandene Ideen kopieren
  • Geschäftsideen aus anderen Ländern bzw. Regionen anpassen
  • selbst innovativ sein.

Jede dieser Herangehensweisen hat ihre Vor- und Nachteile. So ist es meist mühsamer, eine eigene Idee zu finden als eine vorhandene zu kopieren. Auf der anderen Seite ist es häufig schwer, mit einem Produkt erfolgreich zu sein, das ein anderer bereits anbietet. Denn dann gilt es, die Zielgruppe davon zu überzeugen, dass Ihr Produkt besser ist als das der Konkurrenz bzw. zu besseren Bedingungen erhältlich. Adaptieren Sie Geschäftsideen aus einem fremden Kontext, besteht die Gefahr, dass diese im eigenen kulturellen Umfeld nicht funktionieren. Ein gewisses Risiko ist also immer dabei, wie Sie sich auch entscheiden.


Förderprogramme prüfen

Gründungen kosten Geld, viel Geld, und das Eigenkapital reicht dafür häufig nicht aus. Sehen Sie sich deshalb schon in der Anfangsphase Ihres Vorhabens nach Fördermöglichkeiten um. Infrage dafür kommen vor allem:

  • Banken
  • Investoren
  • Crowdfunding
  • Staatliche Förderprogramme

Voraussetzungen dafür, um dringend benötigtes Geld zu erhalten, sind vor allem eine überzeugende Idee und ein guter Businessplan. Welche Art von Investoren für Ihre Gründung infrage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab – der Art der Branche, vorhandenem Eigenkapital und der Aussicht auf Rendite beispielsweise.

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Tipp: Lassen Sie sich zur Finanzierung Ihrer Gründung beraten. Wir haben nicht nur umfangreiches Wissen über Fördermöglichkeiten, sondern stehen Ihnen auch gerne mit unseren Kontakten zu Banken und Investoren zur Verfügung.

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Informationen einholen – Lassen Sie sich beraten

Bei einer Unternehmensgründung gilt es, viele Dinge zu beachten. Die wenigsten Gründer besitzen ein umfangreiches Wissen über alle wesentlichen Themen wie Steuern, Marketing, Vertrieb und rechtliche Voraussetzungen. Ein Teil dieses Wissens lässt sich selbst aneignen, beispielsweise durch die Lektüre von Fachliteratur, den Besuch von Konferenzen und das Gespräch mit Bekannten, die sich in der betreffenden Materie auskennen.

Zusätzlich profitieren Sie von einer professionellen Beratung, möglichst zu einem frühen Zeitpunkt Ihres Gründungsvorhabens. So räumen Sie eventuelle Hindernisse rechtzeitig aus dem Weg.

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Tipp: Entscheiden Sie sich für ein Gründercoaching. Wir unterstützen Sie dabei, alle offenen Fragen zu beantworten, sodass Sie mit einem rundum guten Gefühl in Ihre Gründung starten.

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Erlaubnis – notwendig oder nicht?

Nicht jede Tätigkeit können Sie einfach so ausüben. In manchen Fällen ist eine Erlaubnis bzw. Genehmigung notwendig. Das gilt zum Beispiel für:

  • das Bewachungsgewerbe
  • Versicherungsberater
  • Makler

und noch eine ganze Reihe weiterer Tätigkeiten. Meistens wird die Erlaubnis von der zuständigen Gemeinde erteilt, unter der Voraussetzung, dass Sie die dafür notwendigen Unterlagen vorlegen. Dazu gehören in vielen Fällen ein polizeiliches Führungszeugnis sowie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt. Erkundigen Sie sich frühzeitig, ob Sie eine Erlaubnis bzw. eine Genehmigung für Ihr Unternehmen benötigen und welche Voraussetzungen Sie dafür erfüllen müssen. Andernfalls können Sie im schlimmsten Fall eine böse Überraschung erleben.


Gründungsart bestimmen – Neugründung oder Übernahme?

Die meisten denken beim Wort „Gründung“ an eine Neugründung. Dabei besteht in manchen Fällen auch die Möglichkeit, ein bereits bestehendes Unternehmen zu übernehmen. Das kann Vorteile haben. Denn bei einer Neugründung ist es häufig ein besonders mühsames Unterfangen, ein Unternehmen beziehungsweise eine Marke am Markt zu etablieren und sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Dazu kommt in vielen Fällen eine aufwendige Finanzierung, die durch die Tatsache erschwert wird, dass zunächst noch keine Umsätze erzielt werden.

Bei einer Übernahme gestaltet sich dies leichter. Im besten Fall übernehmen Sie dabei für wenig Geld eine „gut geölte Maschine“ inklusive eingespielten Mitarbeitern, die von Anfang an wirtschaftlich arbeitet. Allerdings müssen Sie unter Umständen auch Altlasten übernehmen – zum Beispiel in Form von veralteten Maschinen, Konflikten innerhalb der Mitarbeiterschaft oder etablierten Prozessen, die Sie als wenig sinnvoll ansehen. Wer ein Unternehmen ganz nach seinen persönlichen Vorstellungen aufbauen möchte, entscheidet sich am besten für eine Neugründung.


Planen – Sorgfalt zahlt sich aus

Gute Planung ist die halbe Miete bei einer Gründung. Das beginnt beim Businessplan, der in der Regel essenziell bei der Beantragung einer Förderung ist. Auch im weiteren Verlauf einer Gründung macht es sich im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt, vorauszudenken – vor allem was die Finanzen betrifft.

Dabei sind folgende Schritte hilfreich:

  • Bestimmen Sie Ihre Aussichten auf Erfolg bei Finanzierungsgesprächen mit diversen Geldgebern.
  • Rechnen Sie sich möglichst genau aus, wie viel Kapital Sie benötigen.
  • Planen Sie Ihre Liquidität monatsweise.

Überlegen Sie sich möglichst zu jedem einzelnen Schritt einen Plan B. Was könnten Sie zum Beispiel unternehmen, wenn das Bankgespräch für einen Kredit erfolglos verläuft?

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Tipp: Indem vor der Gründung ein Investitionsabzugsbetrag geltend gemacht wird, ist eine finanzielle Erleichterung durch eine Steuerersparnis möglich. Dies ist allerdings an einige Voraussetzungen verknüpft. Lassen Sie sich von unseren fachkundigen Beratern bei diesen und ähnlichen Themen unterstützen.

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Rechtsform überlegen – der richtige Rahmen

Für eine Unternehmensgründung stehen verschiedene Rechtsformen zur Auswahl. Zu den beliebtesten Varianten in Deutschland gehört die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung). Diese hat den Vorteil, dass Sie hier im Ernstfall nicht mit Ihrem Privatvermögen haften. Dafür ist allerdings ein erforderliches Mindestkapital notwendig, das zum Zeitpunkt der Gründung 12.500 Euro betragen muss. Entscheiden Sie sich beispielsweise für ein Einzelunternehmen, müssen Sie kein Mindestkapital aufbringen, haften jedoch mit Ihrem Privatvermögen. Welche Rechtsform die richtige für Sie ist, hängt von vielen Aspekten ab, z.B.

  • der Branche, in der Sie tätig sind
  • der Anzahl der Gründer
  • Ihrem Kapital

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Tipp: Mehr zu den unterschiedlichen Rechtsformen für eine Unternehmensgründung erfahren Sie in unserem Logbucheintrag „Welche Rechtsform ist die richtige für mein Vorhaben?“.

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Einkommenssteuerliche Einordung – Gewerbe oder freier Beruf?

Um das Zahlen von Steuern kommen Sie als Unternehmer nicht herum. Ob Sie jedoch Gewerbesteuer abführen müssen oder nicht, hängt von der Art Ihrer Tätigkeit ab. Betroffen sind Sie zunächst einmal grundsätzlich, wenn Sie ein Gewerbe betreiben, ob Handel, Dienstleistungen oder Industrie.

Befreit sind dagegen die sogenannten „freien Berufe“. Dazu gehören:

  • Steuerberater
  • Ärzte
  • Journalisten
  • Selbstständige Erzieher
  • Dolmetscher
  • Übersetzer

Auch Unternehmen in der Land- und Forstwirtschaft sind von der Gewerbesteuer befreit. Gehören Sie nicht zu diesen „Ausnahmen“, so hängt die Höhe der Steuer entscheidend von Ihrer Gemeinde ab. Einen einhelligen Steuersatz gibt es nicht.

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Übrigens: Personengesellschafter und Personenunternehmen profitieren von einem Freibetrag im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften. Dieser liegt derzeit bei 24.500 Euro im Jahr.

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Anmeldung der Tätigkeit – wo und wie?

Der Begriff „Anmeldung“ führt in die Irre. Denn eigentlich handelt es sich um „Anmeldungen“. Die zuständigen Stellen hängen von der Art der Tätigkeit und der Rechtsform des Unternehmens ab. Auch ob Sie Angestellte beschäftigen, spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. In vielen Fällen ist das Gewerbeamt die erste Anlaufstelle bei der Anmeldung eines Unternehmens. Andere wichtige Adressaten sind die IHK, das Finanzamt und die Berufsgenossenschaft. Handwerksbetriebe müssen zusätzlich Mitglied in einer Handwerkskammer sein.

Ausfüllhilfe Gewerbeanmeldung herunterladen.


Fragebogen zur steuerlichen Erfassung – Voraussetzung für Ihre Steuernummer

Unternehmerisch tätig sind Sie erst dann, wenn Sie eine Steuernummer erhalten haben. Dazu ist das Ausfüllen eines Fragebogens zur steuerlichen Erfassung notwendig. Diesen bekommen Sie in der Regel automatisch zugeschickt, nachdem Sie Ihr Unternehmen beim Gewerbeamt angemeldet haben. Freiberufler dagegen müssen sich selbst direkt beim Finanzamt melden.

Je nach Branche und Rechtsform des Unternehmens unterscheiden sich die betreffenden Fragebögen. Teilweise müssen Sie zusätzliche Dokumente wie einen Gesellschaftervertrag beilegen.

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Tipp: Als Unternehmer schreiben Sie in den meisten Fällen Rechnungen. Sie möchten wissen, wie Sie dabei vorgehen und Ihre Steuernummer richtig verwenden? Profitieren Sie von unserem umfangreichen Logbucheintrag „Wie schreibe ich eine Rechnung richtig? Tipps zur Rechnungsstellung.“.

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