Zeit sparen durch Digitalisierung – Fabian Meisinger Bamero (S01EP14)

Nora Sophia Hansen

Zeit sparen durch Digitalisierung – Fabian Meisinger Bamero (S01EP14)
Business Model Innovation Talk

 
 
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Digitaliserung ist mehr als eine böse Krake die Jobs klaut – sagt Fabian Meisinger von Bamero. In der heutigen Folge liegt der Fokus auf dem Thema Digitalisierung. Fabian erzählt dazu von seiner Arbeit bei Bamero.

Lernen Sie, wie man durch Digitalisierung Zeit sparen kann. Digitalisierung ist ein Thema das heutzutage eigentlich fast jeden betrifft, doch ist sie auch in der Lage, ganze Geschäftsmodelle umzuwerfen? Die Antwort auf diese Frage werden wir gemeinsam in der Folge beantworten.  Nora Hansen interviewt jeden Freitag Menschen, die tagtäglich mit der Entwicklung von Geschäftsmodellen zu tun haben. Wenn Sie C-Level oder im Innovationsmanagement tätig sind, dann ist dieser Podcast genau richtig für Sie.

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Vollständiges Transkript

Nora Hansen: Herzlich willkommen zum Business Model Innovation Talk von Gründerschiff, dem Podcast für C-Levels und Innovationsmanager. Ich bin Nora und sorge dafür, dass ihr neue Strategien, erprobte Methoden und wertvolle Erfahrungen rund um das Thema Geschäftsmodellinnovation zu hören bekommt. Viel Spaß beim Zuhören. Herzlich willkommen zur heutigen Folge. An alle, die schon mal da waren, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Und alle, die neu dabei sind, ich freue mich über jeden neuen Zuhörer. In der heutigen Folge wird es um Digitalisierung in Bezug auf Innovation gehen. Dazu habe ich zu Gast bei mir Fabian Meisinger. Er ist von Bamero in Konstanz und ist dort der Head of Innovation. Hallo Fabian.

Fabian Meisinger: Hallo.

Nora Hansen: Erzähle doch mal, was machst du eigentlich hier? Du bist von Bamero. Was ist Bamero und wer bist du eigentlich?

Bamero – Was machen die eigentlich?

Fabian Meisinger: Bamero, um es mal vielleicht so zu sagen, ist ein Digitalisierungs-Dienstleister, auch vielleicht wenn es schönere Worte dafür gibt. Wir sprechen heute über Digitalisierung und Innovation, von daher passt das auch sehr gut.

Nora Hansen: Da hast du recht.

Fabian Meisinger: Ich denke, wenn sich Unternehmen mit Digitalisierung beschäftigen oder Organisation allgemein, dann sind drei Bausteine in der Regel wichtig. Das heißt, man muss definieren, wohin will man eigentlich, welchen Weg möchte man gehen? Man muss diesen Weg beschreiten. Man muss die Menschen mitnehmen. Eine Organisation besteht immer aus Menschen. Und am Ende braucht man Werkzeuge, das heißt Software, das heißt andere Dinge, um das dann auch zu bewältigen. Und genau das machen wir im Kern. Wir sprechen von einer Vertikalkompetenz, das heißt, das eine ist die Strategieberatung, wo es darum geht, dieses Ziel zu identifizieren. Wohin will man eigentlich gehen? Dann Prozessmanagement, um zu schauen, wie kommt man dahin. Welche Gegebenheiten hat man, welche Schritte folgen da eigentlich im Unternehmen aufeinander ab? Und wie kann man die am Ende sinnvoll auch unterstützen. Was kann man vielleicht auch organisatorisch schon lösen, um ein Stück weit effizienter zu werden. Und dann eben auch Software zu entwickeln, Individual-Software vor allen Dingen zu entwickeln, die dann maßgeschneidert diese Probleme, oder Probleme, diese Herausforderungen am Ende unterstützen kann. Und dann eben das neue Geschäftsmodell, die neue Innovation eben möglich macht.

Nora Hansen: Ja, da bin ich gespannt, was du uns gleich zu Bamero noch im Detail erzählst. Aber jetzt fangen wir doch nochmal ein bisschen bei dir an. Wie bist du zu Bamero gekommen? Und wie ist überhaupt so dein Weg zum Head of Innovation gewesen?

Bameros Reise

Fabian Meisinger: Wir sind eine Ausgründung von der HTWG Konstanz. Sind dort beim Herrn Professor Mewius? #00:02:22-5# ursprünglich mal am Lehrstuhl auch gewesen. Und von dort ging dann die Reise los. Wir wollten das, was wir erforscht haben, ja vor allen Dingen Herr Professor Mewius, vor allen Dingen in die betriebliche Anwendung, in die Praxis tragen und dort im Unternehmen auch wirklich unterstützen. Nicht nur im Elfenbeinturm zu sitzen und sich neue Ideen auszudenken, sondern das auch wirklich anzuwenden. Von der Praxis für die Praxis am Ende des Tages. So sind wir mal initial gestartet, war da relativ früh schon mit dabei dann als Werksstudent, als wir noch das Unternehmen aufgebaut haben. Und bin jetzt seit dann knapp vier Jahren mit dabei, fünf Jahren mit dabei.

Nora Hansen: Oh, das ist lang.

Fabian Meisinger: Und dann eben Stück für Stück mitgewachsen, mein Team gewachsen. Und dann irgendwann war ich Head of Innovation.

Nora Hansen: Okay. Cool, also das war mir gar nicht bewusst, dass Bamero so ein bisschen eigentlich aus dem Studium raus entstanden ist.

Fabian Meisinger: Ja, Studium. Lehrstuhl eher.

Nora Hansen: Lehrstuhl eher, ja, gut. Auch wahr. Okay, und du warst dann Mitgründer oder warst du einfach direkt ein Angestellter oder wie bist du da von Anfang an mit dabei gewesen?

Fabian Meisinger: Genau, ich war dort Angestellter. War dort Werksstudent. Hab da dann am Anfang zuerst ein Tool entwickelt, Prozesse zu modellieren. Das Ganze auf einer Tablet-Applikation, um das auch wirklich vor Ort an der Stelle tun zu können. Multimedia basiert dann auch, eben Bilder mit anzuhängen, nicht nur seltsame Symbole da zu haben, die kein Mensch wirklich versteht, sondern auch wirklich greifbare Dinge dahinter zu haben. Und das sind Ideen, die wir bis heute noch in unserer täglichen Arbeit auch mit reinbringen. Das heißt, dieses Intuitive, das leicht Verständliche. Diese Technologie auch zum Menschen zu bringen, das ist ein Punkt, der uns immer noch sehr stark umtreibt. Wo wir viel dran arbeiten, auch wo wir Methoden entwickeln, um genau das eben auch zu tun, um da die Menschen mit auf die Reise zu nehmen.

Nora Hansen: Würdest du euch als Startup bezeichnen oder seid Ihr von Anfang an eine Ausgründung gewesen als ein Unternehmen, was eigentlich eher wenig Startup-Züge hat?

Fabian Meisinger: Ach, ich glaube, wir waren schon ein Startup und sind es vielleicht ein Stück weit immer noch. Auch wenn wir, glaube ich, im Moment mehr auf dem Weg sind zu einem etablierten Unternehmen.

Nora Hansen: Das wäre natürlich das Ziel.

Fabian Meisinger: Sind jetzt über dreißig Mitarbeiter in der Zwischenzeit. Das heißt, auch sehr stark gewachsen. Haben diese schnelle Kurve, dieses schnelle Wachstum, vor zwei, drei Jahren waren wir noch gefühlt zu zweit, jetzt sind wir dreißig, einmal auch mitgemacht. Haben das alles erlebt, was da so dazugehört, die Höhen und Tiefen.

Nora Hansen: Respekt.

Fabian Meisinger: Und sind da auch sehr froh drüber und sehr glücklich, denke ich, alle, da auch ein Teil von zu sein dürfen am Ende des Tages.

Nora Hansen: Ja, verständlich. Auf jeden Fall. Okay, so, dann hatten wir jetzt mal kurz deinen Bogen. Das freut mich immer sehr, wenn wir so ein bisschen den persönlichen Aspekt drin haben. Bamero. Gegründet aus dem Lehrstuhl, beschäftigt sich mit Digitalisierung. Besteht jetzt seit vier bis fünf Jahren?

Fabian Meisinger: Genau, 2013, mitten im Dezember. Letztes Jahr hatten wir das fünfjährige Jubiläum.

Nora Hansen: Cool. Okay, du hast natürlich eben schon mal so ein bisschen erklärt, was ihr macht. Kommen wir mal dahin zurück. Was ist eure Hauptkompetenz oder das, was Bamero ausmacht?

Digitalisierung – Mehr als nur eine böse Krake die Jobs frisst

Fabian Meisinger: Was Bamero am Ende ausmacht, ist, dass wir nicht nur ein Technologie-Anbieter sind und nicht nur eine Beratung, das heißt, wir haben nicht nur Hochglanzfolie und sagen, hier das ist eine ganz tolle Idee. Lauft mal los, viel Spaß. Sucht euch jemand, der das implementiert. Sondern wir sind zum einen in der Lage eben diesen übergreifenden Kontext zu erkennen. Den mit unseren Kunden auch zu erarbeiten. Dieses Ziel zu definieren. Aber eben auch dann wirklich handfeste Applikationen beispielsweise zu bauen. Neue Geschäftsmodelle basierend darauf zu bauen. Neue Software da zu integrieren oder auch eben bestehende Software zu evaluieren, passt das so zum Prozess? Wir können das entsprechend einschätzen. Wir haben ein sehr gutes technisches Verständnis am Ende des Tages auch. Das es, denke ich, heute auch braucht, wenn man über Prozesse spricht.

Nora Hansen: Auf jeden Fall.

Fabian Meisinger: Oder über Arbeitsläufe allgemein spricht. Da dann eben zu schauen, welche Schritte sind vielleicht schon gut unterstützt und wo kann man den Menschen vor allen Dingen das Leben noch viel einfacher machen? Wir sprechen immer/ Sehr oft wird von Technologie als die böse Krake so ein bisschen gesprochen, die alle Jobs frisst und/

Nora Hansen: Ja, schon wahr.

Fabian Meisinger: Alles irgendwo immer ein bisschen negativ. Das sehen wir ein bisschen anders. Also, ja, vielleicht an der einen oder anderen Stelle kann das schon mal sein. Aber ich glaube im Großen und Ganzen, aufs Große Unternehmensbild hin gesehen, kann Digitalisierung einfach auch viel den Menschen erleichtern. Viel stumpfsinnige Arbeit abnehmen/

Nora Hansen: Auf jeden Fall.

Fabian Meisinger: Damit man mehr kreative Arbeit dann entsprechend fördern kann und vielleicht nicht mehr die ganze Zeit nur dasitzt, Dinge von A nach B zu kopieren. Sich mit organisatorischen, vielleicht auch zwischenmenschlichen Problemen die ganze Zeit zu stören, sondern da eben Lösungen zu finden. Eine Software kann am Ende nie ein zwischenmenschliches Problem lösen oder nie Kommunikation ersetzen, aber sie kann sie eben verbessern. Und gerade, wenn man das noch im Zuge mit, sagen wir mal, den Arbeitsabläufen, die man täglich tut, noch betrachtet, dann hat man eben eine Möglichkeit, das Ganze neu vielleicht auch ein Stück weit aufzustellen, neue Ideen zu generieren, einen Raum zu schaffen, um diese Innovation überhaupt mal durchführen zu können oder einführen zu können.

Nora Hansen: Das heißt, ihr bildet so ein bisschen die Kombination aus der Arbeit mit den Menschen und der Arbeit mit der Technik zusammen?

Fabian Meisinger: Genau.

Durch Digitalisierung versucht Bamero Verschwendung von Zeit zu vermeiden

Nora Hansen: Okay. Und du hast eben von den Zielen gesprochen, auf die man hinarbeitet. Was könnten mögliche Ziele oder Probleme sein, mit den eure Kunden zu euch kommen?

Fabian Meisinger: Tatsächlich ist immer ganz unterschiedlich. Wir arbeiten viel mit Menschen, die ihre Verantwortung innerhalb von ihrer Organisation begreifen. Verantwortung bedeutet in dem Kontext, da steckt das Wort Antwort mit drin, die wollen Antworten für ihre aktuelle Situation für sie identifizieren. Dass sie vielleicht schlechte Abläufe haben oder nicht gut strukturierte Abläufe. Dass sie Ineffizienzen an der einen oder anderen Stelle haben. Dass sie neue Wege vielleicht gehen wollen. Dass sie merken, dass sie ganz viel verstreut sind. Da sind viele historisch Unternehmen drin. Wir sprechen, um vielleicht auch mal geschichtlich ein bisschen auszuholen, über Tailorismus. Das heißt, wir haben begonnen, ganz am Anfang war halt alles an einer Person zu machen, die alles selber getan haben. Und dann hat man begonnen, diese Arbeitsschritte aufzuteilen. Das heißt, der eine schraubt zusammen, der nächste lackiert und so weiter. Was ja prinzipiell auch nicht schlecht ist, aber was in der Welt, in der wir heute leben, wo alles immer schneller wird, alles sich verändert, die Kundenansprüche sich verändern, neue Anfragen von außen kommen, aber auch von den Mitarbeitern neue Anforderungen gestellt werden, die Lieferanten ganz neu mit eingebunden werden müssen in die Arbeitsabläufe. Da gilt es eben dann Lösungen zu finden, wie man das zusammenbringen kann, wie man da ein Stück weit auch Verschwendung vielleicht reduzieren kann. Und die Menschen, die das erkennen, die kommen in der Regel auf uns zu und sagen: „Entweder wir haben konkret hier die Idee. Das wollen wir umsetzen. Wir haben aber aufgrund von Ressourcenmangel, aufgrund von IT-Experten, die vielleicht fehlen, aufgrund von der Bindung im Tagesgeschäft gar nicht die Zeit, uns wirklich aktiv mit dem auseinanderzusetzen“ oder die sagen „Na ja, irgendwie läuft es nicht gut, aber/

Nora Hansen: Wir brauchen euch.

Fabian Meisinger: /wir wissen nicht warum. Wie können wir uns das anschauen?“ Und da ist es der Punkt, wo wir dann eben einsteigen, erstmal den Kontext so ein bisschen rauszuarbeiten. Das heißt, es sind immer unterschiedliche Menschen beteiligt, die haben einen unterschiedlichen Hintergrund, die haben unterschiedliche Erfahrungen, die haben unterschiedliches Wissen. Die arbeiten unterschiedlich miteinander zusammen, die wollen das vielleicht auch so zu arbeiten. Jede Organisation hat ein bisschen ihre eigene DNA.

Nora Hansen: Aber die brauchen euch ja im Prinzip einfach, weil sie den Teil der DNA sozusagen vielleicht nicht haben oder damit ein bisschen überfordert sind, oder?

Fabian Meisinger: Ja, oftmals hilft einfach auch der externe Blick. Mal von außen zu kommen. Wir arbeiten branchenunabhängig. Das heißt, wir sehen alle möglichen Unternehmen, seien es Konzerne, seien es Mittelständler, aber auch sehr kleine Unternehmen/

Nora Hansen: Okay, das ist interessant.

Fabian Meisinger: /die wir uns anschauen. Und dadurch, glaube ich, können wir vielleicht Dinge, die in der einen Branche ganz gut funktionieren, oder bei der einen Organisation gut funktionieren, da ein bisschen als Input mitbringen. Natürlich nicht eins zu eins. Aber zumindest die Idee dann bringen, wenn sie/ wenn man sagt: „Wir sehen da vielleicht den Wald vor lauter Bäumen nicht.“

Digitalisierung betrifft heutzutage so gut wie Jedem

Nora Hansen: Ja, gut. Aber die Branche muss natürlich irgendwas mit Digitalisierung zu tun haben. Das heißt, sie muss in ihrem Unternehmen irgendwie mit Digitalisierung arbeiten wollen, oder?

Fabian Meisinger: Na ja, ich glaube, Digitalisierung wird ein Punkt sein, den alle Unternehmen mehr oder weniger betrifft.

Nora Hansen: Heute vermutlich schon, ja.

Fabian Meisinger: Genau. Es muss jetzt kein Unternehmen sein, das jetzt irgendwie ein IT-Spezialist ist oder das ganz dringend E-Commerce einführen will oder ganz dringend irgendwas digital sein muss. Sondern am Ende kann man, denke ich, zwei, drei Bausteine unterscheiden. Es gibt einmal die Möglichkeit, über Digitalisierung interne Abläufe zu straffen, zusammen vielleicht noch mit klare Verantwortlichkeiten zu definieren, Arbeitsabläufe klar zu strukturieren, aber eben auch ein Stück weit Effizienz zu heben, vielleicht über eine einfachere Darstellung von Informationen. Wenn wir reingehen in Unternehmen, wir sehen oft, wie Menschen stundenlang, gefühlt, nach Informationen suchen, wo sie einfach, in Anführungszeichen, relativ leicht zu besorgen wären.

Nora Hansen: Das heißt, ihr könntet da so eine Art Suchfunktionslösung zum Beispiel einbauen, damit man durch deren ganzen digitalisierten Dokumente so ein bisschen durchforschen kann? Oder wie muss man sich das vorstellen?

Fabian Meisinger: Na ja, in der Regel hat ein Unternehmen ganz viele verschiedene Software-Produkte im Einsatz. Überall liegen Daten ab, der Prozess braucht aber immer in der Regel aus ganz vielen dieser Untersysteme dann verschiedene Informationen. Und man kann sich dann eben anschauen, welche Abläufe gibt es. Also welche Prozessschritte werden durchgeführt, und dann eben zu schauen, aus welchen Systemen kann ich mir die Informationen auch rausziehen. Und das dann quasi kombiniert in eins bringen. Das heißt, man schaut nicht mehr in zehn Systeme rein, sondern nur noch in eins. Und man muss auch nicht mehr zehn Systeme können, die vielleicht komplex sind, die man vielleicht einmal nur im Monat bedient. Wo man vielleicht fünf das Gleiche eingeben muss, weil es diese Maske so vorsieht. Tatsächlich braucht man aber nur eine Information raus. In der Regel lässt sich ganz gut in der heutigen Zeit über moderne Schnittstellen dann kombinieren, die Informationen rausziehen, dass so eine gemeinsame Basis, quasi eine Ebene darüber, wenn man so will, über diesen Basissystemen bringen. Man kann eben allen, die nicht, nennen wir sie mal die Experten oder die Key User, spricht man dann häufig davon, das heißt, die, die täglich mit diesem System arbeiten. Die dann eben deutlich entlasten, indem sie nicht mehr erstmal noch überlegen müssen, was war jetzt da nochmal genau, was muss ich wo eingeben, damit ich jetzt dahinkomme? Sondern einfach eine sehr einfach gestaltete Oberfläche dann bekommen, wo sie genau das sehen, was sie brauchen. Genau die Informationen eingeben, die sie brauchen, und die eben nach hinten durchspielen können.

Nora Hansen: Das heißt, ihr vereinfacht einfach die Prozesse?

Fabian Meisinger: Ganz genau.

Nora Hansen: Vereinfacht einfach.

Fabian Meisinger: Genau, wenn es so einfach wäre, ja.

So arbeitet Bamero mit den Kunden zusammen an einer Lösung gegen das Chaos

Nora Hansen: Okay, und wir hatten jetzt eben, warum die Unternehmen zu euch kommen. Aber jetzt stellen wir uns doch mal so ein Beispiel-Unternehmen vor. Ich weiß nicht, irgendein/ Sagen wir, wir kommen zu euch. Wir als Gründerschiff, wir sagen: „Okay, wir haben jetzt ein riesiges Doc mit extrem viel Informationen. Gleichzeitig kommen unsere Informationen aber auch über Slack, über Mail, über Trello, über sonstwas rein. Bringt uns Ordnung in dieses Chaos.“ Jetzt seid ihr gefragt. Wie fangt ihr das Ganze mit uns an? Kommt ihr hin und wir setzen uns hin und sprechen erstmal, habt ihr bestimmte Prozesse? Oder lasst ihr dem Ganzen so ein bisschen freien Lauf? Erzähle mir mal, wie man da vorgeht.

Fabian Meisinger: Na ja, das Erste ist immer, welches Ziel, warum bekommt ihr diese Informationen? Welches Ziel wollt ihr damit erreichen? Also was steckt da dahinter? Wollt ihr beispielsweise, sind das Informationen, auf deren Basis ihr neue Kunden akquirieren wollt? Ist das ein Feedback, das ihr von euren Kunden bekommt? Ist das was, was ihr aktiv steuern wollt? Ist das eher was, wo ihr/ wo so ein bisschen auf euch hineinstürzt? Und je nachdem gilt es dann eben ein Zielbild erstmal zu erarbeiten. Das heißt, wie sieht es eigentlich ideal aus?

Nora Hansen: Okay. Das heißt, ihr fangt an und überlegt erstmal, was das Ziel ist und wie es nachher sein soll?

Fabian Meisinger: Genau. Warum tun wir das eigentlich? Das muss/ Das ist die erste Frage, denke ich, die man sich immer auch stellen sollte. Warum tun wir das? Welches Bedürfnis wollen wir befriedigen, und dann kann man basierend darauf und wir dann/ Wir sprechen von einem sogenannten pragmatischen Plan, den eben ableiten. Das heißt, ein auf das Ziel ausgerichteter, möglichst effizienter Plan, der dann Schritte umfasst, die gegangen werden. Vielleicht kleine Projekte, vielleicht sind es aber auch nur Dinge wie man setzt sich mal regelmäßig zusammen und bespricht das. Auch das kann schon viel helfen.

Nora Hansen: Dann seid ihr aber da dann nur als Berater tätig, wenn ihr nur kommt und mit uns redet?

Fabian Meisinger: An der Stelle sind wir vielleicht noch Berater, genau. Und wenn wir dann identifizieren, dass es keine Standard-Software-Lösung gibt, die das Problem lösen kann, das heißt, vermutlich würden wir dann erstmal am Markt schauen. Das heißt, wir würden bei euch die Anforderungen aufnehmen. Was braucht ihr eigentlich konkret? Welche Eigenheiten habt ihr vielleicht auch ein Stück weit?

Nora Hansen: Und macht für uns dann die Recherche, was geeignet sein könnte?

Fabian Meisinger: Genau, mit unserer Expertise, was ist geeignet. Und wenn wir zu dem Schluss kommen, es gibt nichts, was geeigneteres oder es ist viel zu komplex, was es vielleicht am Markt gibt für eure Situation, dann können wir drüber nachdenken, eben auch ein Software zu bauen.

Nora Hansen: Okay, und ist euer Ziel immer tatsächlich für das Unternehmen eine Software zu bauen oder reicht es euch auch, wenn ihr einfach irgendeine Lösung gemeinsam findet und mehr so ein bisschen als Berater tätig wart oder als die, die geholfen haben, die richtige Software zu finden?

Fabian Meisinger: Sowohl als auch, alles kann, nichts muss, ist da immer so ein bisschen das Motto auch. Es kommt nicht da drauf an, dass wir jetzt zwingend eine Software bauen wollen und Digitalisierung nur eine Software ist. Das ist aus meiner Sicht nicht. Sondern es gibt nicht dieses eine, wir gehen mal irgendwo in den Laden. Das ist sehr oft auch das Gefühl, wenn man zu Digitalisierung liest. Man läuft irgendwo hin, und jeder erwartet, da gibt es jetzt irgendwie so eine Box und da steckt man zwei Stecker rein, und dann ist das Thema erledigt. Es ist so einfach.

Nora Hansen: Ja, so ein Allroundpaket, was man dann in irgendeinem Handyshop kauft.

Fabian Meisinger: Genau. Genau.

Nora Hansen: Nein, nein, ich würde sagen, es ist ein bisschen komplizierter in echt, oder?

Fabian Meisinger: Richtig, richtig. Am Ende ist dieses Problem zu lösen das Ziel. Das heißt, das Unternehmen entweder sogar vielleicht neu aufzustellen, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln, weil vielleicht das Bestehende aufgrund von der Marktsituation, aufgrund von neuen Playern, die in den Markt kommen vielleicht ein Stück weit auch eine Gefahr werden.

Kann Digitalisierung das komplette Geschäftsmodell umwerfen?

Nora Hansen: Wie kann Digitalisierung denn eine Geschäftsmodell-Innovation werden?

Fabian Meisinger: Na ja, wenn man sich so ein Unternehmen anschaut, dann hat man zum einen im Kern Prozesse, wie die Mitarbeiter zusammenarbeiten. Dann hat man Prozesse oder Arbeitsweisen, wie man mit Lieferanten arbeitet und wie man mit Kunden arbeitet. Irgendwo gibt es so ein bisschen im Kern des Unternehmen und nach links und nach rechts, wenn man es vielleicht mal so darstellen will, gibt es Schnittstellen nach außen, wenn man so will. Und am Ende geht es darum, dass diese Arbeitsweisen oftmals den Unique Selling Point, das heißt, das ausmachen, was das Unternehmen von anderen unterscheidet. Sind jetzt vielleicht ganz stark in der Logistik, sie sind vielleicht besonders gut in der Produktion, sie sind vielleicht besonders gut in der Konstruktion. Irgendwas macht sie besonders, sonst würden sie nicht am Markt sein.

Nora Hansen: Das ist wahr.

Fabian Meisinger: Sie haben besondere Ideen, sie haben clevere Köpfe, es kann alles Mögliche sein. Und am Ende gilt es zu schauen, inwiefern kann ich das vielleicht auch auf meine Kunden adaptieren? Das heißt, vielleicht als Logistik-Dienstleister, der vielleicht intern sehr gut darin ist, Logistik bereit zu stellen, und bei seinem Kunden sieht, die läuft da vielleicht nicht immer ganz so gut. Die mit zu übernehmen und vielleicht da auch in der gesamten sogenannt Supply Chain, das heißt, in der gesamten Lieferantenkette, auch zu schauen. Da läuft es eigentlich in der Regel auch nicht vielleicht ganz so gut. Und dann kann man vielleicht eine Lösung bauen. Was wir jetzt zum Beispiel für einen Kunden getan haben, indem wir diese ganze Lieferkette eben smart steuerbar machen kann. Das bedeutet, dass wir uns Status innerhalb von dieser Lieferkette anschauen, die einen Teil, eine Bestellung, hat und die dann eben über eine digitale Software nachverfolgen, und darüber dann es ermöglichen, diese Supply Chain zu steuern, ohne dass wir die großen sperrigen ERP-System hart miteinander verdrahten, sondern eben diese Ebene drüber schaffen. Konkret geht es da um Anlagenbau, wo man im SAP ein Teil bestellt, das kann ein LKW sein, das kann eine Kiste sein, das können zehn LKWs sein. Das weiß aber in dem Sinne erstmal keiner. Und keiner kann so richtig nachvollziehen, in welchem Status ist die Bestellung gerade? Sind denn alle Teile geliefert? Fehlen noch Teile?

Nora Hansen: Können wir schon anfangen? Ja.

Fabian Meisinger: Genau. Da dann eben diese Transparenz zu schaffen, dafür haben wir dann beispielsweise mit einem Kunden zusammen dieses Modell oder dieses Geschäftsmodell dann entwickelt. Er kann für seine Kunden jetzt die gesamte Logistik übernehmen und kann zudem noch die gesamte Logistik oder die ganze Supply Chain steuerbar machen.

Nora Hansen: Und auch für die Lieferanten, die zu ihm kommen das einsehen?

Fabian Meisinger: Genau.

Nora Hansen: Was war denn am Anfang sein Problem? Wir haben ja gesagt, wir fangen mit einem Problem an, finden das Problem raus und arbeiten dann auf ein Ziel hin. Womit hat er angefangen?

Fabian Meisinger: Womit hat er angefangen? Na ja, er hat eigentlich Kisten gebaut, wenn man es ganz platt sagen würde. Exportverpackungen. Exportverpackung Sehnde heißt das Unternehmen, sitzen in Hannover. Der hat oder die haben seit 150 Jahren haben die Exportverpackungen gebaut, merken aber, dass sie irgendwo ein Stück weit sich mehr vom Markt abheben wollen, dass sie neue Wege gehen wollen und vielleicht auch müssen, weil/

Nora Hansen: Sonst gehen sie unter vielleicht.

Fabian Meisinger: /die Preise, genau, der Marktdruck immer stärker wird. Und das war so ein Punkt, wo wir mal initial eingestiegen sind. Die haben relativ schnell erkannt, dass um sie herum die Logistik vielleicht nicht immer ganz so sehr den Fokus hat bei ihren Kunden wie es vielleicht die Produktion hat. Nicht ganz so durchgetaktet ist. Nicht ganz so organisiert ist. Nicht ganz so die Aufmerksamkeit vielleicht in den letzten Jahren auch bekommen hat. Und da dann eben zu schauen, wie können wir das besser machen?

Nora Hansen: Das heißt, sie wollten eine Verbesserung in den Abläufen haben, weil sie der Meinung waren, Produktion läuft 1a, aber die ganze Lieferung und so weiter ist ein bisschen durcheinander?

Fabian Meisinger: Da können wir vielleicht unterstützen. Aber die Frage ist natürlich, wie können wir das unseren Kunden, die uns vielleicht jetzt seit 150 Jahren im Zweifel als den, ich bin jetzt mal böse, Kistenbauer kennen? Wie wollen wir denen vermitteln, dass wir jetzt deren ganze Logistik machen? Ich meine, das ist jetzt auch nichts, dass man mal eben so macht oder das nicht kritisch wäre für das Unternehmen. Sondern wenn die Logistik mal steht, dann ist erstmal auch die Produktion gefährdet, die Auslieferung gefährdet und so weiter und so fort. Das heißt, auch da galt es ein Stück weit vielleicht auch Argumente zu finden, dass das genau der richtige Partner ist, der nicht nur fachlich in der Lage ist, sondern der eben auch darüber hinaus schaut, der eben auch diese Innovation in die Unternehmen mit reinbringt.

Nora Hansen: Ja, ich wollte gerade sagen, das war doch dann eigentlich in dem Fall eine Geschäftsmodell-Innovation, weil sie ein ganz neues Aufgabenfeld für sich mit entdeckt haben?

Fabian Meisinger: Absolut.

Nora Hansen: Okay. Und das hat dem Unternehmen dann nachher das Ziel gebracht, was es gerne haben wollte?

Fabian Meisinger: Auf dem Weg sind sie gerade. Aber ich denke, das ist auf einem sehr guten Weg, ja.

Nora Hansen: Das ist perfekt. Begleitet ihr die Leute auch, nachdem ihr die Lösung für sie gefunden habt oder ist das so nach dem Motto: „So, hier ist die Lösung. Wir haben es euch erklärt, und das wars.“

Dienstleistung für Kunden mit einem Zeitproblem

Fabian Meisinger: Tatsächlich wollen wir, ich meine, jetzt kommen die Beraterfloskeln so ein bisschen, ganzheitliche und nachhaltige Lösungen schaffen. Das hängt immer ein bisschen auch vom Kunden drauf ab. Mal geht es darum, vielleicht die Ideenphase so ein bisschen zu begleiten, wenn man so will. Das heißt vielleicht, gewisse Vorgehensweisen aufzubauen oder diese neuen Konzepte zu entwickeln. Mal geht es darum, wie bestehende Ideen schon umzusetzen, das heißt, dafür dann Lösungen zu bauen, die zu implementieren. Und dann und wann, das kann man sich fast vorstellen wie ein kleines Startup, das wir dann mit den Kunden gründen, wo es dann wirklich geht, dass Experten von Kunden und Experten von uns als IT-Experten vielleicht sogar noch weitere aus unserem Netzwerk, die wir mit reinziehen, Marketing-Experten und so weiter. Oder von Kunden dann aus einem bestehenden Netzwerk raus, da noch mit reinkommen und dann zusammen an einem Produkt arbeiten, an einem Geschäftsmodell vielleicht sogar arbeiten und das dann in den Markt tragen.

Nora Hansen: Ach cool, das heißt, nicht ihr macht die Arbeit für das Unternehmen, sondern ihr macht die Arbeit mit den Unternehmen und vielleicht auch noch mit Externen zusätzlich?

Fabian Meisinger: Genau. Also sowohl als auch.

Nora Hansen: Ja, okay. Und kam das schon mal vor, dass ein Unternehmen zu euch gesagt habt: „Hey, wir haben folgendes Problem und wir hätten gern eine Software, die soundso aussieht, die das und das Problem löst“ und die hatten einfach/

Fabian Meisinger: Das gibt es auch.

Nora Hansen: /die IT-Leute dafür nicht oder/

Fabian Meisinger: Genau, genau. Es gibt ein Startup zum Beispiel auch in Konstanz, das in Konstanz und Berlin aktiv ist, wo wir bestimmte Prozesse, die wollen jetzt relativ schnell wachsen, die haben eine neue Finanzierungsrunde bekommen, die werden jetzt viele Leute auch mit einstellen. Die sagen: „Wir haben die und die Anforderungen, wir brauchen dafür schnell eine Lösung. Unsere Entwickler, die haben wir zwar prinzipiell, IT-Knowhow haben wir auch, aber/

Nora Hansen: Irgendwie.

Fabian Meisinger: /wir müssen ein Produkt entwickeln, wir haben keine Zeit dafür. Macht mal bitte.“

Nora Hansen: Ach so, Zeit kann auch ein Problem sein, dass sie deswegen auslagern?

Fabian Meisinger: Definitiv, klar. Also zum einen der Fokus. Man will vielleicht seine Leute, die man hat, auf das ausrichten, was sie am besten vielleicht tun, was für das Unternehmen erstmal den Mehrwert bringt. Und solche internen Dinge die sind oftmals oder fallen dann oftmals auch hinten runter, ja? Und dafür dann eben diese Lösung zu bauen. Das heißt, die Anforderungen aufzunehmen, die Ideen zu entwickeln, da vielleicht ein Sparring auch zu gehen und zu schauen, ergibt das Sinn, das so zu machen oder machen wir es vielleicht anders, und dann eben dort die Lösung auch zu bauen. Auch das kann Teil sein.

Nora Hansen: Stimmt. Ja, es gibt einfach mehrere Gründe, warum die sich an euch wenden. Das war mir gar nicht so bewusst. Klar, es gibt den zeitlichen, es gibt den, dass sie einfach das Knowhow nicht haben, oder dass sie einfach mal Hilfe oder eine andere Sichtweise von außen brauchen.

Fabian Meisinger: Genau.

Das Endprodukt gemeinsam mit den Kunden entwickeln

Nora Hansen: Ja, das ist spannend. Und wenn ihr jetzt so eine Software entwickelt, dann kann das ja im Prinzip auch nur im Gespräch mit dem Unternehmen funktionieren. Überlegt ihr euch dann erstmal so eine Grundidee, kommt dann wieder zurück zum Unternehmen, stellt denen das vor, die sagen: „Nein, das und das Feature fehlt uns noch“ und ihr setzt euch wieder ran. Also ein ständiges Hin und her und Rücksprache?

Fabian Meisinger: Am Ende sind auch da Prozesse für uns so ein bisschen der Bauplan. Niemand würde zu einem Bauunternehmer gehen und sagen: „Ich brauche drei Radlader, zwei Betonmischer, zwei Kräne, da ist mein Bauplatz. Bau mir ein Haus.“ Sondern man geht in der Regel erstmal zum Architekt vielleicht, überlegt sich das, wie soll das aussehen? Baue ich ein Fertighaus? Nehme ich ein individuelles Haus, welche Anforderungen habe ich? Will ich runde Fenster haben, will ich eckige Fenster haben und so weiter und so fort.

Nora Hansen: Wie viele Stockwerke brauche ich?

Fabian Meisinger: Genau. Wie viel Platz brauche ich, wie viel Budget habe ich vielleicht auch, welche Materialien kann ich nutzen und so weiter. Und das Ganze machen wir ein Stück weit auch, nur wir nutzen dafür Prozesse, wenn man so will. Also wir schauen uns die Arbeitsabläufe an, wofür soll die Software eigentlich sein? Welche Schritte soll die unterstützen? Und haben dann einen ganzen Werkzeugkoffer, wie wir das eben umsetzen können. Das heißt, wir haben eine Vorgehensweise, die nennt sich Memo, das ist eine agile Vorgehensweise für das Geschäftsprozess-Management dann auch, wo es dann klar definierte Schritte auch gibt. Wo wir genau diesen MVP Gedanken dann auch ein Stück weit starten. Das heißt, erstmal zu schauen, wie läuft der Prozess ab? Anforderungen abzuleiten und einen ersten Minimum Viable Product zu entwickeln. Das heißt, mal so einen kleinen Prototyp vielleicht auch. Und dann auf Basis von Feedback eben wieder zu schauen, okay, wo können wir das vielleicht noch verbessern? Welche Prozessschritte haben wir vielleicht im Initialen noch bewusst ausgeblendet? Welche können wir da noch mit reinnehmen, welche Funktionalitäten brauchen wir noch? Und so eben Stück für Stück rangehen. Das heißt, diese Prozesse zum einen dafür zu nutzen, ein Stück weit organisatorisch vielleicht die Abläufe zu straffen, aber eben auch als Bauplan dann, um maßgeschneiderte Software auch da dann bauen zu können.

Nora Hansen: Sind die Unternehmen denn fachkundig genug, um mit euch über Software-Funktionen zu reden? Ich stelle mir das ein bisschen schwierig vor, wenn ein Unternehmen kommt, was vielleicht eigentlich IT-mäßig ziemlich unversiert ist, dann euch da Rückmeldung zu geben.

Fabian Meisinger: Es kommt natürlich drauf an, auf welcher Ebene wir uns mit Unternehmen unterhalten. Das ist ein Stück weit auch unsere Leistung dann am Ende des Tages, dafür zu sorgen, dass wir verstanden werden.

Nora Hansen: Ja, gut, das stimmt.

Fabian Meisinger: Natürlich gibt es die Unternehmen, die IT-Abteilungen haben, die Fachexperten haben, die top ausgebildete Leute haben. Da sprechen wir ganz anders. Es gibt aber immer die Fachbereiche. Und eben zum einen diese sprachliche Barriere vielleicht auch ein Stück weit zu minimieren, das heißt, aus der IT-Welt zur fachlichen Seite hin eine Sprache zu finden, wo beide auf das Gleiche schauen. Das kann zum einen auch ein Prozess bieten, und zum anderen ist dann die Aufbereitung, das heißt, wir arbeiten sehr viel auch mit sogenannt Via Frames, das heißt, wir zeichnen einfach mal auf einer Powerpoint, auf ein Stück Papier, wo auch immer, wie könnte das so grob aussehen. Ohne jetzt genau das Design zu treffen, ohne jetzt genau die Dinge zu haben, aber erstmal so einen, ja, kleinen Prototypen, der nichts erstmal vielleicht mit der Software zu tun hat, sondern wo es nur drum geht, welche Felder brauchst du eigentlich? Welche Felder, welche Informationen sollen dir angezeigt werden? Wie soll sich das vielleicht ein Stück weit verhalten, wenn wir auf einen Knopf drücken.

Nora Hansen: Das haben wir so/

Fabian Meisinger: Das kann ein Weg sein. Aber dann eben vielleicht auch einfach nur versuchen, den Kunden, in Anführungszeichen, einfach zu verstehen, und das soweit zu übersetzen und ihm dann die Lösung zu präsentieren, auch das ist so ein/ Kann ein Teil sein dann von der Lösung.

Nora Hansen: Stimmt, so ein bisschen dann so ein Übersetzer. Ja, wir haben das so ähnlich mal gemacht. Wir haben mal an einer Website gearbeitet, und wir haben natürlich jemanden im Team, der sich damit top auskennt, wir haben jemand, der das marketing-mäßig sich damit auskennt, und dann werden wir als Team gefragt: „So, was braucht ihr auf der Website? Wie hättet ihr es gerne?“ Ja, wir hatten natürlich 1.000 Wünsche und Vorstellungen. Da kann natürlich der, der Ahnung davon hat, sagen. Ja, okay. Können wir probieren oder nein, geht überhaupt nicht. Und dafür haben wir tatsächlich ein paar Blätter an die Tür gehängt und mit einem Edding drauf rumgemalt.

Fabian Meisinger: Genau, so ähnlich kann man sich das in Teilen auch vorstellen. Das heißt, je nachdem, wie das Unternehmen auch am Ende vorgehen möchte, das hängt dann auch immer davon ab, wie viel Zeit will ich da reininvestieren, wie konkret will ich diese Vorlösung auch vorgeben? Oder sage ich nur, ich habe die und die Anforderungen, baut mir da mal was. Und dann gebe ich Feedback.

Nora Hansen: Es gibt auch Leute, die gar nicht beim Prozess wirklich mitwirken wollen, sondern das ganz an euch abgeben und da sagen: „Baut irgendwas, wir vertrauen euch schon.“

Fabian Meisinger: Ganz also abgeben, das machen wir eher ungern, weil am Ende des Tages sind wir nicht die Fachexperten, die den Prozess jeden Tag durchgehen und die den ganzen Kontext vielleicht auch verstehen können in so kurzer Zeit, wie wir in der Regel auch vor Ort sind. Sondern es muss schon ein gewisses Sparring zwischen beiden da sein. Die Frage ist, an welchen Punkten setzt man quasi die Grenze, das heißt, will ich nur dabei sein in der Anforderungsanalyse, wenn man es vielleicht so nimmt. Das heißt, ich will nur beschreiben, die und die Informationen sollen da sein, die zehn Schritte brauche ich, die Farbschema will ich haben und den Rest, den macht dann ihr. Oder will ich wirklich auch konkreter mit beteiligt sein, weil es vielleicht auch eine Applikation ist, die zum Kunden rausgeht, mal über das UX zu gehen. Das heißt, wie verhält sich diese Software? Ist das intuitiv? Ist das gut, dass der Button oben rechts ist oder soll/

Nora Hansen: Oder eher besser mittig?

Fabian Meisinger: /er doch eher unten links sein? Ich meine, das sind immer Punkte auch, die man ein Stück weit über das Feedback dann rausbekommt, wo wir immer bestrebt sind, schnell in diese Feedback-Zyklen zu kommen, kleine Schritte auch immer zu präsentieren, damit man eben nicht erst zehn Monate lang entwickelt und dann feststellt, ach, geht doch in eine ganz andere Richtung.

Nora Hansen: Das ist ja ein ganz wichtiger Aspekt, der nicht nur bei Startups wichtig ist, sondern auch generell in irgendwelchen Prozesse, dass man da immer wieder kleine Schrauben drehen kann und nicht am Ende den ganzen Turm, den man gebaut hat, wieder abbauen muss und wieder von unten anfangen muss, weil irgendwas nicht stimmt im Grundstein.

Fabian Meisinger: Absolut.

Wer arbeitet mit – nur die Geschäftsführer oder das ganze Team?

Nora Hansen: Und wenn ihr mit einem Unternehmen zusammenarbeitet, sitzt da das ganze Team? Sitzt ihr dann/ Natürlich hängt das von der Größe des Unternehmens ab, aber/

Fabian Meisinger: Absolut.

Nora Hansen: /wer darf da so mitentscheiden, was hast du für Erfahrungen gemacht? Dürfen auch die Mitarbeiter mitreden oder ist es immer nur so, dass da die Geschäftsführung sitzt?

Fabian Meisinger: Ein sehr wichtiger Punkt aus meiner Sicht ist, dass die Mitarbeiter da beteiligt sind. Den Menschen da zu integrieren von Anfang an zu integrieren die Menschen zu integrieren. Nicht nur, dass einer vorneweg geht und sagt: „Ich habe eine ganz tolle Idee und so machen wir das jetzt und genauso und nicht anders.“ Dann hat man Probleme an dem Punkt. Man spricht vom sogenannt Change Management, das heißt, an dem Punkt ändert man was in der Organisation. Man schafft neue Abläufe, neue Strukturen, Menschen müssen sich an neue Dinge gewöhnen. Das ist sehr schwer, wenn man so eine Lösung vorgesetzt bekommt und hier „Friss oder Stirb“. Es ist deutlich einfacher, wenn man die mit einbezieht, das heißt, wenn man schon mal von Anfang an, wenn man in die Richtung gehen will, Personen identifiziert, die der Fürsprecher sein können, die vielleicht in der Organisation auch, sagen wir mal, vielleicht nicht vielleicht auf der expliziten, aber zumindest auf der impliziten Hierarchie schon mal ein gewisses Standing auch haben, die dann mit den Menschen gut interagieren können, denen fürsprechen. Multiplikatoren am Ende sein können.

Nora Hansen: Ja, die das so ein bisschen reinbringen können. Ja.

Fabian Meisinger: Die schon mal mitzunehmen. Die Fachexperten mitzunehmen, um denen auch möglichst gute Lösungen am Ende präsentieren zu können. Denn es reicht oftmals nicht, oder nicht jeder, gerade bei größeren Organisationen hat nicht den detaillierten Einblick, sondern es gibt dann meistens für jeden Bereich auch die Experten und die gilt es ein Stück weit auch ernstzunehmen, mitzunehmen.

Nora Hansen: Mitzunehmen, ja.

Fabian Meisinger: Und auf diesem Weg eben zu begleiten. Das, wir hatten es eingangs von dem wir definieren mal so ein Ziel und dann müssen da die Menschen mit dorthin nehmen, dieses Ziel ist definitiv vielleicht was, was die Führungskräfte machen, was das Management macht im Zweifel, aber/

Nora Hansen: Die anderen müssen mit eingebunden werden.

Fabian Meisinger: Genau. Diesen Weg dann zu gestalten, das mitzunehmen, Stück für Stück einzuführen. Dort Werbung vielleicht auch schlicht und ergreifend zu machen. Und da tut man sich einfach leichter, wenn man die Menschen von Anfang an mit dabei hat.

Nora Hansen: Klar, vor allen Dingen, wenn es um den großen Umbruch im Unternehmen geht durch das, was ihr macht, sind die Mitarbeiter vielleicht nicht so begeistert, wenn es dann plötzlich heißt: „So wird das jetzt gemacht.“

Fabian Meisinger: Absolut. Und man schafft dadurch auch so ein Stück weit vielleicht einen Innovationscharakter. Oftmals erleben wir das, dass zwar jeder oder jeder/ Ich denke, das kennt auch jeder, kenne ich selber auch von uns so ein Stück weit. Jeder schaut so auf seinen Bereich, in dem er arbeitet, auf seinen kleinen Ausschnitt, den kennt er richtig gut, da ist er richtig gut drin, da ist er der Experte oder die Expertin, aber sieht so das Drumrum immer weniger. Und da eben auch mal ein Stück weit Transparenz zu schaffen, was macht denn der andere? Welche Informationen will denn der von mir? Welche Informationen will ich von dem anderen? Darüber überhaupt mal, mal zu sprechen in so einer Analyse auch ein Stück weit, das hilft schon sehr viel. Und auf einmal wird Transparenz, wie das ganze Unternehmen auch arbeitet, und es kommen ganz neue Ideen hoch, ganz neue. Vielleicht sogar Innovationen am Ende des Tages, wie man das Ganze noch besser gestalten kann. Und das kontinuierlich vorantreiben kann. Und wenn man dann auch sieht, dass wenn mal man spricht mal kurz mit uns und definiert da seine Ideen und dann sieht man nach ein paar Wochen vielleicht schon die ersten Ergebnisse. Das feuert die Menschen dann auch an, und dann wollen die auch und hier/ Wir erleben das immer wieder, dass es heißt: „Oh, ja, was soll jetzt da am Ende bei rauskommen, und hä?“

Nora Hansen: Ja, und am Ende/

Fabian Meisinger: Und dann (unverständlich #00:31:39-2#)

Nora Hansen: (unverständlich #00:31:39-3#)

Fabian Meisinger: Absolut. Und das werden zum Teil die größten Fürsprecher, und das sind eben auch Potenziale innerhalb von Unternehmen, die man einfach heben kann und heben muss, aus meiner Sicht, wenn wir darüber sprechen, dass wir kontinuierliche Veränderungen die ganze Zeit haben werden, dass die Technologien sich verändern, dass die Art und Weise wie wir mit Kunden umgehen, wie die auch erwarten, dass man mit ihnen umgeht. Und dass sich das die ganze Zeit ändert, dann brauche ich einfach nicht nur einen vorne dran, der sagt: „Hier, ich habe die große Idee und ich bin der große Macher.“

Nora Hansen: Und so wird das jetzt gemacht.

Fabian Meisinger: Genau. Sondern dann braucht es einfach auch eine breite Basis, und das kann man eben, wie gesagt, eben durch die Transparenz zum einen schaffen. Wie sind die Arbeitsabläufe, und dann eben auch die Motivation zu generieren, da aktiv auch wertgeschätzt zu werden. Das mit einbringen zu können, und dadurch kann eine ganz neue Dynamik eben auch innerhalb von einer Organisation entstehen und sich ganz neue Dinge entwickeln.

Digitalisierung ist kein Produkt, dass man im Laden kaufen kann

Nora Hansen: Du hast mir gerade so ein bisschen eine Frage vorweggenommen, die ich dir als nächstes gestellt hätte. Und zwar hätte ich dich gefragt, was die wichtigsten Aspekte sind. Aber da ist ja ganz klar, Menschen mit einbinden und immer wieder Stückchen für Stückchen checken, ob alles so stimmt.

Fabian Meisinger: Absolut. Diese Digitalisierung, ich habe es vorhin schon mal kurz gesagt, es ist einfach keine Box, keine Software, die ich irgendwie anschließe und am Ende funktioniert alles super, sondern es ist ein Weg. Vielleicht ein Stück weit auch ein steiniger Weg, aber ein Weg, den man, denke ich, gehen muss, und der wahnsinnig, ja, befreiend vielleicht auch sein kann. Der ganz neue Möglichkeiten schafft, wenn man den gehen will. Und wie eine Organisation sich auch entwickeln kann.

Nora Hansen: Lass uns doch nochmal so ein bisschen die kritischen Punkte rausarbeiten. Was könnte passieren, was eure Arbeit erschwert oder den Innovationsprozess verhindert? Die Menschen kommunizieren nicht richtig miteinander oder es ist der eine, der das allen versucht aufzusetzen. Gibt es noch irgendwelchen kritischen Punkte?

Fabian Meisinger: An dem Punkt, wo man Menschen nicht ernstnimmt, wird es immer ein Stück weit kritisch, ganz klar. Ansonsten, klar, wenn natürlich das Commitment vielleicht vom Management nicht da ist, dann/

Nora Hansen: Klar, dann bringt es ja sowieso nichts.

Fabian Meisinger: /wird es nicht funktionieren. Das muss der erste Punkt mal sein, dass zumindest entweder es eine eingeschworene Gruppe gibt, die das will. Die vielleicht auch die Möglichkeit hat, um das durchzubringen. Aber am Ende wird das alles versumpfen, wenn das keine Wertschätzung vom Management beispielsweise bekommt. Keine Unterstützung vom Management bekommt. Natürlich ist auch das ein Prozess, der sich Stück für Stück entwickelt, aber das ist schon mal eine Basis am Ende des Tages auch. Und am Ende ist auch der Wille von den Menschen da mitzugehen. Es gibt durchaus, auch das erleben wir dann und wann, sehr selten, aber auch das gibt es, dass Menschen einfach nicht wollen. Und dann wird es richtig, richtig schwer.

Nora Hansen: Ja, also wirklich. Ich finde es auch total lustig. Ich meine, ihr arbeitet mit so was Neuem und Digitalisierung und alles ganz groß. Und letztendlich hängt es von den Menschen ab.

Fabian Meisinger: Absolut.

Nora Hansen: Was ja auch teilweise ganz schön frustrierend sein kann, oder?

Fabian Meisinger: Ach, frustrierend in der Regel nicht. Also ich muss sagen, ich habe großen Spaß daran, mit Menschen zu arbeiten, deswegen mache ich den Job, den ich mache. Sonst wäre ich vielleicht Entwickler geworden. Nein, ich glaube, wenn man die Menschen, wie gesagt, wenn man sie ernst nimmt, wenn man wirklich auf sie eingeht, wenn man sie mitnehmen will, wenn man denen aufzeigt, dass man ihnen nichts Böses auch will, sondern ihnen eigentlich nur helfen will, dann das ist es am Ende des Tages. Ich will Prozesse vielleicht ein Stück weit auch vereinfachen, Komplexität da vielleicht ein Stück weit auch mit rausnehmen, klarere Strukturen schaffen und das Ganze über digitale Lösungen ein Stück weit unterstützen. Dass man da hinkommt, ich will denen nicht den Job wegnehmen. Ich will denen nicht was Böses tun oder das verkomplizieren. Das bedingt natürlich, dass sie mir auch soweit vielleicht ein Stück weit vertrauen oder uns vertrauen, dass es möglich ist.

Nora Hansen: Ja, auf jeden Fall, also/

Fabian Meisinger: Aber das ist dann auch schon/ Also mein Vertrauen ist viel, klar. Aber es ist/

Nora Hansen: Vertrauen ist meistens sogar alles.

Fabian Meisinger: Ja, genau.

Nora Hansen: Ja, spannend, dass du nicht nur irgendein IT-Heini bist, der in irgendeinem verstaubten Kabuff sitzt und da irgendwelche Software-Lösungen macht. Machst du dann tatsächlich so viel mit den Menschen zusammenarbeiten musst. Deine Einblicke, die du heute gegeben hast, waren sehr, sehr spannend. Ich danke dir.

Fabian Meisinger: Ich danke dir.

Nora Hansen: Du hast mir vor allen Dingen echt im Laufe der Zeit immer wieder Fragen vorweggenommen, die du schon von alleine sehr gut zusammengefasst hast. Du scheinst ein geborener Podcaster zu sein.

Fabian Meisinger: Merke ich mir, werde ich öfters dann in dem Fall tun.

Nora Hansen: Ja, ab jetzt am besten immer wöchentlich in irgendwelche Podcasts gehen, super Idee. Genau. Wenn jetzt irgendwer irgendwelche Fragen an dich hat, kann man/ Habt ihr irgendwie Social Media, wo man euch finden kann oder einfach über eure Website und da sich was durchlesen oder/

Fabian Meisinger: Website. Wir sind seit neustem auch auf Instagram, Whatsapp gibt es Möglichkeiten, die (unverständlich #00:36:04-5#)

Nora Hansen: Fällt mit vermutlich alles über die Website unter Bamero, oder?

Fabian Meisinger: Ganz genau. Das ist der zentrale Punkt, man kann sich da mit uns in Verbindung setzen.

Nora Hansen: Dann vielen Dank und ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

Fabian Meisinger: Den wünsche ich dir auch. Vielen Dank.

Nora Hansen: Ciao.

Fabian Meisinger: Ciao.

Nora Hansen: Vielen Dank fürs Zuhören. Wir hoffen sehr, dass euch diese Folge gefallen hat. Wenn ja, dann lasst uns gerne eine Bewertung bei iTunes da und teilt den Podcast. Wir freuen uns über jegliche Unterstützung. Mehr Infos zum Podcast und über uns findet ihr auf Gründerschiff.de oder über Facebook. Bis zum nächsten Mal.