Das größte Bike Sharing Unternehmen Europas mit Mareike Rauchhaus von Nextbike (S01EP09)

Nora Sophia Hansen

Das größte Bike Sharing Unternehmen Europas mit Mareike Rauchhaus von Nextbike (S01EP09)
Business Model Innovation Talk

 
 
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Das Bike-Sharing erobert immer mehr unseren öffentlichen Nahverkehr – welche Schwierigkeiten dabei für das jeweilige Unternehmen aufkommen, das berichtet Mareike Rauchhaus. Sie ist für die Presse und Außenwirkung von Nextbike verantwortlich. Sie erzählt aus der Sicht des größten Bike Sharing Unternehmens in Europa.

Lernen Sie, wie Nextbike es schafft, sich gegen seine asiatische Konkurrenz durchzusetzen und welche Rolle Authentizität und Durchhaltevermögen dabei sind. Mareike Rauchhaus erklärt wo sie Bike Sharing in  der Zukunft sieht und welche Neuerungen sie in Zukunft auf den Markt bringen, um auch langfristig gegen die E-Skooter Welle standhalten zu können. Außerdem gibt sie Einblicke in die internen Strategien um finanziell abgesichert zu sein

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Vollständiges Transkript 

Nora Hansen: Herzlich willkommen zum Business Model Innovation Talk von Gründerschiff, dem Podcast für C-Levels und Innovationsmanager. Ich bin Nora und sorge dafür, dass ihr neue Strategien, erprobte Methoden und wertvolle Erfahrungen rund um das Thema Geschäftsmodellinnovation zu hören bekommt. Viel Spaß beim Zuhören. Hallo! Herzlich willkommen zur heutigen Folge! Heute bei mir zu Gast habe ich Mareike Rauchhaus, sie ist von nextbike. Aber sie wird euch sicher gleich selber nochmal erzählen, was sie eigentlich genau macht, wo sie herkommt und wie sie zu nextbike gekommen ist. Hallo Mareike! 

Mareike Rauchhaus: Hallo Sophia! Also was ich genau mache? 

Nora Hansen: Dann schieß mal los! 

Natalie geriet auf der Suche nach einer geeigneten PR-Aktion an Nextbike und blieb hängen

Mareike Rauchhaus: Ich mache Interviews bei nextbike. 

Nora Hansen: Das heißt, du bist sozusagen eigentlich für die Außenwirkung und die Presse zuständig? 

Mareike Rauchhaus: Ja, genau. Also ich bin mittlerweile seit, oh Gott, zehn Jahren bei nextbike. 

Nora Hansen: Wow! 

Mareike Rauchhaus: 2009 bin ich in die Firma gekommen und da waren wir zu dritt oder zu viert. Also ich, der Geschäftsführer, Georg, dann, genau, ich und ein paar in der Produktion. Und mittlerweile haben wir 300 Mitarbeiter hier am Standort in Leipzig, aber eben auch Service-Leute auf der Straße natürlich. Und ich habe lange Zeit das ganze Marketing verantwortet und natürlich auch Presse, Kommunikation und alles so was. Mittlerweile ist das aber so viel, dass wir das gesplittet haben. Ich mache Kommunikation und habe einen ganz tollen Kollegen, der das Marketing macht, und wir haben eine große Abteilung, stimmen uns da ab und gestalten sozusagen die ganze Außenkommunikation von nextbike. 

Nora Hansen: Ach! Cool! Ja, das ist super, wenn man jemanden hat, mit dem man sich das aufteilt, dann kann man sich auch viel besser auf eines der Themengebiete fokussieren. 

Mareike Rauchhaus: Ja, genau. Und Marketing, früher dachte ich auch so, ach ja, das macht man mal so ein bisschen nebenbei/ 

Nora Hansen: So nebenbei. Mhm. 

Mareike Rauchhaus: Geht natürlich überhaupt nicht. Und das ist ja nicht damit getan, dass man einfach ein paar Flyer entwirft oder so was, sondern da hängt vielmehr darunter. Da sind wir auch schon bei unserem Geschäftsmodell und wie wir mit B2B-Kunden verfahren et cetera. Also das ist ein weites Feld bei uns. 

Nora Hansen: Ja. Erzähl doch nochmal ganz kurz, was nextbike eigentlich ist. Du hast gesagt, es besteht seit zehn Jahren. Wie fing das Ganze denn an? 

Mareike Rauchhaus: Also nextbike gibt es tatsächlich aber schon seit 15 Jahren. Das wurde 2004 von Ralf Kalupner, der jetzt immer noch Geschäftsführer auch ist, gegründet. 2005 war dann die erste Saison und also da waren dann in Leipzig die ersten Räder auf der Straße, die damals noch einfach nur mit Telefonanruf gemietet werden konnten. Und es ist ein Bikesharing. Also wir sind ein Fahrradverleihsystem, wäre dann das schöne, sperrige deutsche Wort. Mittlerweile hat sich Bikesharing dann doch etabliert. 

Nora Hansen: Klingt auch irgendwie besser. 

Mareike Rauchhaus: Und ich weiß auch wirklich noch, wie Ralf und ich/ ich bin dann 2009 ins Unternehmen gekommen, ich wollte eigentlich für einen Kunden von mir, ich war PR-Beraterin und habe für einen Kunden von mir ein Fahrradverleihsystem gesucht, um eine PR-Aktion, so einen Event damit zu machen, hatte dann eine kleine Meldung in der Zeitung gelesen über nextbike, gesehen, dass die auch in Leipzig sitzen, und dachte, gehe ich mal in der Mittagspause schnell vorbei und gucke die mir mal an, und Ralf dann sofort, wir ganz viel geredet, gelacht, und er, kündige, kündige, kündige, komm sofort her, wir brauchen dich/ 

Das älteste Startup der Welt und europäischer Marktführer im Bereich Bike Sharing 

Nora Hansen: Ach, wie cool! 

Mareike Rauchhaus: Mach das! Und ich dachte dann, ach, so ein Startup, so was wollte ich ja auch immer schon mal mitmachen. Und jetzt nennen uns die Leute ja immer noch Startup. Wir sind das älteste Startup der Welt mit 15 Jahren Praxiserfahrung, aber wir sind es halt immer noch. Und seitdem bin ich von nextbike nicht mehr weggekommen. 

Nora Hansen: Ja, gut, wenn es einem gefällt, dann bleibt man halt auch. Also wäre ja dumm. 

Mareike Rauchhaus: Klar. Wir sind halt gewachsen mittlerweile, also habe ich eine Abteilung mit sieben Leuten unter mir, die eben alles machen. Früher habe ich das alles alleine gemacht und wir waren wirklich/ Ich habe neulich mal die alte Telefonliste gefunden, wo dann vier Leute drauf standen mit den Durchwahlen. 

Nora Hansen: Ach, das ist ja süß! 

Mareike Rauchhaus: Und jetzt gibt es die nicht mal mehr ausgedruckt natürlich, sondern nur noch digital, und die wird ständig geändert, weil Leute dazukommen. 

Nora Hansen: Ja. 

Mareike Rauchhaus: Und nextbike ist mittlerweile in 26 Ländern aktiv, in über 200 Städten. 

Nora Hansen: Wow! 

Mareike Rauchhaus: Und wir machen eben automatischen Fahrradverleih, das heißt, du findest Räder auf der Straße, kannst die per App oder immer noch per Telefonanruf, geht tatsächlich auch immer noch über eine Hotline, ausleihen, das Schloss geht entweder automatisch auf oder du schließt das Schloss auf mit einem Code, den du bekommst, und kannst losradeln. Und das Rad kann an einer anderen Station, an einem anderen Punkt oder je nach System mitten auf der Straße oder an der Hauptverkehrsstraße einfach wieder stehen gelassen werden, verschließen und fertig ist es. 

Nora Hansen: Das ist ja extrem praktisch. Also kann man nichts sagen. 

Mareike Rauchhaus: Nein, es ist halt cool. Und mittlerweile ist es so, wirklich, vor zehn Jahren, was wir den Leuten noch erklären mussten, also da sind wir ja von Stadtverwaltung zu Stadtverwaltung getingelt und denen erklären müssen, Bikesharing bringt ihren Fahrradverkehr in Schwung, die Leute radeln, die verbinden das mit S- und U-Bahn und nehmen dann die Räder nicht mehr mit in der Bahn, sondern die steigen an der Haltestelle auf. Und die haben uns immer mit großen Augen noch angeguckt und, naja, und ob man das braucht und blablabla. Und das ist ja mittlerweile wirklich so ein weltweiter Trend, und das sieht man ja an unserer Erfolgsstory auch, also in wie vielen Ländern wir sind und was wir für Ausleihen mittlerweile haben, und ich sehe es ja selber auf der Straße und freue mich, wenn ich unsere Räder dann permanent in Bewegung sehe. Das ist einfach geil. 

Nora Hansen: Ja, klar. Das zeigt ganz klar die Nachfrage. Das ist super! 

Mareike Rauchhaus: Genau. 

Nora Hansen: Und jetzt gibt es euch seit 15 Jahren und du sagst, ihr seid trotzdem noch ein Startup. 

Mareike Rauchhaus: Nein, die nennen uns überall so. 

Nora Hansen: Ja, genau. Ihr werdet noch genannt. Aber würdest du sagen, die ganzen Prozesse und Abläufe sind immer noch einem Startup ähnlich oder seid ihr jetzt so ein alteingesessenes Unternehmen inzwischen? 

Mareike Rauchhaus: Ja, natürlich geht das nicht mehr mit den Prozessen. Also früher, und das ist interessant, wenn du dann mit so Leuten sprichst, die so lange dabei sind wie ich oder eben der Geschäftsführer, und wir wirklich dann ad-hoc einfach Entscheidungen getroffen haben und die umgesetzt haben, das geht alles heutzutage natürlich nicht mehr. Wir haben einen Prozessmanager, wir haben ein Wissensmanagement-Tool, wir haben Tickets, ich kann nicht einfach mehr zur IT, kann ich natürlich immer noch mit Augenzwinkern, zur IT runtergehen und sagen, bitte, bitte, aber nein, dann geht es, nein Mareike, erstelle ein Ticket, und dann muss ich ein Ticket stellen und muss gucken, dass das bearbeitet wird, damit eben auch dieser E-Mail-Boost weniger wird und man in dem Ticket dann arbeitet. Also das ist alles ganz anders geworden. Und auch nach außen hin, die Smartphones, du bist ja jetzt ein bisschen jünger als ich, du kannst dir die Welt wahrscheinlich ohne Smartphone sowieso gar nicht mehr vorstellen, aber das gab es früher tatsächlich mal nicht und das ist noch gar nicht so lange her, dass man gar nicht so viel online gehen konnte mit seinem Handy und das ist noch gar keine Apps gab. Also ich frage mich auch, wie das alles funktioniert hat. Das ist wirklich krass, sich das vorzustellen. Und diese App-Entwicklung, das hat bei uns auch nochmal einen großen Boost gebracht, also dass dann nochmal die Nutzung sehr nach vorne gegangen ist, weil es einfach so einfach ist, wenn du mit deinem Handy und der App die Sachen ausleihen kannst. 

Von der fixen Idee zum etablierten Unternehmen 

Nora Hansen: Ja, das ist klar. Fangen wir nochmal bei der Timeline sozusagen ganz vorne an. Ihr habt gestartet, ihr habt ja bei Null angefangen und dann hatte irgendwer den Gedanken, boah, voll cool, zum Beispiel sagt der eine, mir ist das Problem aufgefallen, mit dem Fahrrad in die U-Bahn mitnehmen, wie du sagst, und dann kamt ihr auf die Idee beziehungsweise eure Gründer. 

Mareike Rauchhaus: Ja. 

Nora Hansen: Okay. Wie lief das Ganze dann an? Das hat am Anfang alles per Telefon funktioniert? 

Mareike Rauchhaus: Genau. Also es war wirklich so ganz kryptisch. Der Ralf, der hatte echt eine ausgedruckte Excel-Liste dabei, der war alleine, hatte noch einen Kollegen, die waren zu zweit, die haben dann 30 Räder in Leipzig auf die Straße gestellt, haben gebibbert, dass die denen nicht geklaut werden, und die hatten ganz normale Zahlenschlösser dran, also richtig wie du so ein privates Fahrradschloss hast/ 

Nora Hansen: Ach so! 

Mareike Rauchhaus: Der Kunde hat die Hotline angerufen, hinter der Hotline saß Ralf, der dann ran gegangen ist, willkommen bei nextbike, und der dann auf seine Excel-Liste geguckt, wie der Code von dem jeweiligen Schloss lautet. 

Nora Hansen: Oh Gott! 

Mareike Rauchhaus: So war das. Und hat dann, ja, bitte, öffnen Sie das Schloss mit der Nummer XY. Und dann konnte der Kunde das öffnen. 

Nora Hansen: Oh Gott! 

Nora Hansen: Das kann man sich gar nicht mehr vorstellen. 

Mareike Rauchhaus: Das kann man sich wirklich nicht mehr vorstellen. Und das war auch schon nicht mehr so, als ich dann dazu gekommen bin, da war da schon ein Back Office dahinter und ein richtiger Kundenservice. Und dann ist das Ganze innerhalb kürzester Zeit viele smarter geworden. Also dann gab es halt einen Programmierer, der heißt Johannes, das ist immer noch unser IT-Chef, also das Gehirn von nextbike mit, der diese ganze smarte Intelligenz entwickelt hat, also die künstliche Intelligenz dahinter im Prinzip. Und das ging dann relativ schnell. Und dann bist du in dem Hotline-Anruf nicht mehr bei einem Menschen rausgekommen, sondern das ging dann über IVR und du kommst dann beim Computer raus, der dann automatisch diese Nummer des Codes nennt. Aber die Mechanik ist noch sehr lange gleich geblieben, also mit diesen wirklich analogen Schlössern, wo du einen Code selber einstellen musst als Nutzer. Da haben wir tatsächlich immer noch teilweise Räder auf der Straße, ich glaube in/ Wo denn? Warte mal. In Düsseldorf gibt es tatsächlich noch ein paar Räder auf der Straße, wo so normale Zahlenschlösser dran sind. Die werden dieses Jahr jetzt ausgetauscht gegen automatische Schlösser, die eben sich dann über die Computersperre dann öffnen. 

Nora Hansen: Ja, gut, das muss ja auch alles Schritt für Schritt passieren. Bis man da mit allen Städten bei euch durch ist, dauert das natürlich auch. 

Mareike Rauchhaus: Na klar. Ja. Also wir sind ja aus eigener Kraft gestartet. Ralf hat sich damals, ich glaube, 20 oder 30.000 Euro von seiner Mutter erbettelt, die hat ihm dann das dazu gegeben, davon haben die eben die ersten Räder gekauft und die Schlösser, und dann ging die Entwicklung permanent weiter. Und dann gab es ein paar Kredite oder mal Fördermöglichkeiten, 2010 haben wir an einer großen Förderung des Bundesverkehrsministeriums teilgenommen und konnten mehrere Städte entwickeln. Das war dann nochmal so ein bisschen der deutschlandweite Durchbruch, wo es dann hier auch mehr Systeme durch uns natürlich gab, aber wo auch das ganze Thema politisch dann aufgegriffen wurde. 

Nora Hansen: Ja, ist eine tolle Möglichkeit so was. Das heißt, ihr habt im Prinzip bei Null angefangen. Und er hat sich bei seiner Mutter das Geld geliehen? Das finde ich immer so cool zu hören. 

Mareike Rauchhaus: Ja, war wirklich so. 

Nora Hansen: Wie Leute aus so kleinen Dingen dann so was Riesiges machen. 

Mareike Rauchhaus: Es ist wirklich krass. Also manchmal/ also gut, Ralf und ich, wir stehen dann letzte Weihnachtsfeier/ wir feiern ja jetzt immer Weihnachtsfeier. So die ersten, die waren dann mit Pizza im Büro einfach nur, und jetzt mieten wir halt dann immer irgendwelche riesen Locations an und feiern dann halt mit 200, 300 Leuten Weihnachten, wo dann auch immer alle Internationals zu uns kommen, das heißt, Lizenzpartner, die in Kroatien sonst sind oder bei mir hat die Ukraine gepennt dieses Jahr/ 

Nora Hansen: Ach, cool! 

Mareike Rauchhaus: Das ist dann immer/ Und alle kommen und wir feiern alle zusammen. Und erstens sind wir alle relativ coole Leute, also es macht halt einfach Spaß, und dann ist es, es wollen halt alle dieses Fahrradfahren nach vorne bringen, weißt du? Das verbindet wirklich alle miteinander. 

So konnte sich nextbike durch seine Marketingstrategie gegen die asiatische Konkurrenz durchsetzen 

Nora Hansen: Das war natürlich eigentlich auch schon immer was, was präsent war. Ich meine, Fahrradfahren ist nichts Neues, und jetzt, wo man sich über Umwelt wieder verstärkt Gedanken macht, kommt der Aspekt rein, und es ist natürlich extrem praktisch einfach. Also abgesehen jetzt von allen umweltlichen Aspekten, ist es super praktisch. 

Mareike Rauchhaus: Es ist wirklich interessant, wir haben früher vom Marketing her war so der Ansatz, dass ich eher immer so gesagt hatte erst, lasst uns mal aus der Ökoschiene raus und erst mal so mit dem Fahrspaß und dass du ja so schnell bist und es ist das schnellste Verkehrsmittel in der Innenstadt. Ist es eben wirklich, weil U-Bahn oder so was oder auch Straßenbahn, die bleiben ja meistens so am Ring, da gibt es ja diese Ringe in den Innenstädten immer drum rum, und durch die kleinen Seitenstraßen kommst du ja nicht mehr mit dem öffentlichen Personalverkehr normalerweise und dann muss du laufen, da brauchst du länger, mit dem Auto kommst du schon mal gleich gar nicht durch/ 

Nora Hansen: Das kannst du eh knicken. 

Mareike Rauchhaus: Und musst dann den Parkplatz suchen, nachdem du deinen Frust im Stau dann aufgestaut hast tatsächlich. 

Nora Hansen: Toll. 

Mareike Rauchhaus: Und stattdessen könnte man schnell mit dem Fahrrad da durchfahren. Und das ist wirklich innerstädtisch das schnellste Verkehrsmittel. Und zudem ist es, klar, emissionsfrei, also es ist eben wirklich so. Und du bewegst dich eben auch noch gleichzeitig/ 

Nora Hansen: Sportlicher Aspekt. 

Mareike Rauchhaus: Ja. Wir haben wirklich sehr viele Kooperationen mit Universitäten, also die Ruhr-Universität in Bochum oder die TU in Dresden, wo die Studierenden über ihren Semesterbeitrag, die zahlen halt ein, zwei Euro mehr und dafür können die alle/ haben so ein Fahrtenkontingent von 30 Minuten pro Ausleihe haben die immer frei, länger als 30 Minuten fährst du in der Regel gar nicht, und die können alle die Räder nutzen. Und das machen unglaublich viele. Obwohl man ja eigentlich erst mal denkt, Studenten, die haben doch alle ein eigenes Fahrrad oder so was. Aber es ist nicht mehr so. Du hast ja keinen Platz, du hast eine WG, dann wird er dein Fahrrad ständig geklaut, dann willst du halt auch mal von einem Ort in den nächsten, also da ist diese Mitnahme in der Bahn dann wieder so nervig mit dem Fahrrad. Und dann ist es halt wirklich cool auf so ein Bikesharing-Scheme zurückzugreifen. 

Nora Hansen: Ja. Total. Da habt ihr eigentlich beim Pain-Point direkt angegriffen. 

Mareike Rauchhaus: Ja. Also das zeichnet dann wieder unser Geschäftsmodell aus, dass wir eben viel so über Rahmenverträge auch machen, dass wir dadurch eben auch erstens eine kritische Masse an Nutzern auf die Räder bekommen. Wenn du natürlich gleich eine ganze Uni akquirierst, hast du ja gleich mehrere tausend Nutzer. 

Nora Hansen: Ja, klar. 

Mareike Rauchhaus: Dann kooperieren wir mit vielen ÖPNV-Unternehmen, also öffentlichem Nahverkehr, also dass dann die natürlich für ihre Abonnenten noch ein Goodie anbieten können, also nutze nicht nur Bus und Bahn, sondern nimm auch noch unser Fahrrad und das hast du gleich im Abo inklusive und musst dafür nicht extra zahlen. Diese Modelle gibt es. Und das ist natürlich auch unsere Stärke und das haben wir schon immer gemacht, dann auf solche Kooperationspartner zu setzen, die dann uns das natürlich auch bezahlen. 

Nora Hansen: Klar. Das scheint eine sehr gute Strategie zu sein. 

Mareike Rauchhaus: Ja, die geht halt auf. Und das ist wieder der Unterschied zu den/ In den letzten zwei Jahren ist Bikesharing ja auch ganz schön aufgeblasen worden oder geboomt hat es ja, also mit vielen asiatischen Wettbewerbern, die auch nach Deutschland gekommen sind, die sind aber eben alle wieder weg, weil du musst halt langfristige Kooperationen dir ausdenken oder darauf setzen, musst die auch pflegen, da steckt auch viel Aufwand dahinter, musst dafür Marketing machen, also musst halt diesen Business Case halt wirklich zu Ende denken. Das ist nicht einfach nur damit getan, die Fahrräder auf die Straße zu stellen, sondern ist es eben auch eine riesen Logistik dahinter. Also Service-Leute, die auf der Straße sind, die die Fahrräder checken, weil einfach die Leute ja auch qualitativ hochwertige Fahrräder fahren wollen. Also die alte Möhre, die einen Platten hat, die hast du ja auch im Keller stehen, deswegen machst du ja Bikesharing, weil du da die Garantie hast, dass du eben ein funktionstüchtiges, ordentliches Fahrrad einfach mal schnell nutzen kannst und nicht erst Luft aufpumpen muss. Und diese Wettbewerber, die haben halt gar nicht mit dem Service kalkuliert. Die dachten dann, die Räder verteilen sich auch von alleine wieder. Das stimmt auch zu einem Teil, aber Ruhr-Universität ist so ein Beispiel, das geht so ein bisschen den Berg hoch, da fahren natürlich alle den Berg runter, aber es fährt keiner mehr den Berg hoch, zum Berg hoch nehmen alle wieder die Bahn. Und da müssen die Räder natürlich irgendwie zurückkommen. Also brauchst du Service und wohldurchdachte Logistik, um diese Räder immer wieder umzuverteilen. 

Ein Fahrrad sollte das neue Auto werden – zumindest innerorts 

Nora Hansen: Ja, das ist wahr. Du hast jetzt eben schon mal so ein bisschen euer Geschäftsmodell angeschnitten. Jetzt erzähle mir doch mal, was verfolgt ihr für eine Strategie und was ist eure Vision? 

Mareike Rauchhaus: Unsere Vision ist, dass ganz viele Leute irgendwann aufs Auto verzichten und Fahrrad fahren. Also idealerweise natürlich mit unseren Rädern fahren. 

Nora Hansen: Idealerweise die ganzen Städte komplett autofrei werden. 

Mareike Rauchhaus: Ja, das wäre schon geil. Aber das muss ja gar nicht sein. Aber schon ein bisschen mehr Fahrrad und ein bisschen weniger Auto, das bringt glaube ich allen Menschen dann etwas. Auch den Autofahrern kommt das sehr zugute. Die haben dann freie Fahrt. Aber nextbike, der Name kommt tatsächlich auch noch daher – also ich habe den mir nicht ausgedacht, ich war damals ja noch nicht da – aber das war wirklich so ein Fahrrad in nächster Nähe zu haben, so das nächste Fahrrad. Du bist irgendwo und denkst, ich habe mein eigenes Fahrrad – also es war gar nicht mal der Ersatz für das eigene Fahrrad, sondern eher die Ergänzung – also ich habe mein Fahrrad nicht dabei, jetzt will ich aber eines ausleihen oder eines haben und dann leihe ich mir einfach eines. Und unser großes Ziel ist es, eine viel höhere Verfügbarkeit an unseren Rädern noch zu haben, also viel mehr Räder in die Städte noch zu bringen, damit du wirklich, immer wenn du wieder an der Straßenecke stehst und eines brauchst, dass du wirklich auf eines unserer Räder zurückgreifen kannst. Und das ist natürlich immer die Krux. Also Autohersteller, die kriegen wahrscheinlich recht leicht Kredite, denke ich mal, und so was, aber es ist immer mühselig wirklich seit Jahren immer Geld zu bekommen, um dann eben Fahrräder auf die Straße zu stellen. Das ist tatsächlich immer noch so. Und das ist so das, was wir seit 15 Jahren machen, also wie kriegen wir unsere Räder auf die Straße. Und wir müssen ja immer in Vorleistung gehen, weißt du? Es ist ja, wir entwickeln, wir gewinnen eine Ausschreibung/ also viele Städte machen ja aus auch Ausschreibungen, öffentliche Ausschreibungen und vergeben das dann, also im öffentlichen Vergabeverfahren, und wir bekommen dann den Zuschlag, aber wir müssen ja dann erst mal Teile bestellen, produzieren et cetera, und die Rechnung stellt man ja immer erst hinterher meistens. Also gut, bei Ausschreibungen gibt es dann Teilbeträge und so was. Aber das muss alles immer erst mal vorfinanziert werden und so was. Und deshalb müssen die Leute fleißig radeln, damit wir gleichzeitig wieder Geld verdienen, um wieder neue Räder auf die Straße zu stellen. 

Nora Hansen: Ja, ich wollte dich gerade fragen, ist das so, dass sich das selber finanziert, dadurch dass die Leute die ganze Zeit weiter fahren, oder ist das teilweise finanziell auch echt schwierig? 

Mareike Rauchhaus: Es ist natürlich von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Also in Leipzig geht es jetzt total krass ab. Frag mich nicht warum. Also gut, ich weiß warum, wir haben neue Räder in die Stadt gebracht, neue Modelle. Das kann es ja aber an sich auch nicht sein. Es sind mehr Räder da, das ist eben das, was ich mit der Verfügbarkeit meinte, also der Fuhrpark hat sich jetzt so nahezu verdoppelt und sollen noch mehr Räder werden. Aber trotzdem, die Ausleihen, die haben sich versechsfacht. 

Nora Hansen: Wow! Respekt! 

Mareike Rauchhaus: Das sind sechs Mal mehr Ausleihen in dieser Saison. Und das ist einfach, wie du auch sagst, wahrscheinlich der Zeitgeist. 

Nora Hansen: Toll! 

So ergänzen sich das Fahrrad und der öffentliche Nahverkehr 

Mareike Rauchhaus: Also es ist wirklich diese Geschichte durch Greta und sonst was ist das doch nochmal ins engere Bewusstsein gerutscht, dass du mit Fahrradfahren wahrscheinlich auch schon was fürs Klima tun kannst und dass es halt wirklich nicht besonders toll ist/ Und da ist jetzt auch nicht Feinstaub-Fahrverbot, dass die deshalb alle auf die Fahrräder steigen, sondern ich glaube es tut sich halt schon bei den Menschen im Denken vielleicht was.

Nora Hansen: Im Kopf was. Ja.

Mareike Rauchhaus: Und dann probieren das ein paar Leute aus, dann ist das wieder so Mund-zu-Mund-Propaganda, von wegen, fahr doch auch mal oder so was. Und dann merkst du auch, wie einfach/ was ich vorhin meinte, es ist halt einfach ein geiles Verkehrsmittel, du bist halt einfach schnell, es ist einfach, es ist recht sicher, wenn du ein bisschen um dich rum guckst, dass sich kein LKW überfährt, idealerweise, und du bist halt draußen, das ist halt auch ein geiles Gefühl. Guck mal jetzt raus, bei uns scheint jetzt die Sonne wieder/ 

Nora Hansen: Bei uns regnet es. 

Mareike Rauchhaus: Oh! Ihr armen! 

Nora Hansen: Ich bin auch mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Passiert. 

Mareike Rauchhaus: Das ist aber auch so ein Use Case, dass du zum Beispiel morgens im Regen, habe ich selber schon gemacht, bin ich halt mit der Bahn dann zur Arbeit gefahren und habe mir dann abends aber oder nachmittags ein Rad ausgeliehen, also von uns selber, und das abgestellt, weil ich halt dann die Verkehrsmittel sozusagen splitte, ich kann mir einfach was auswählen. Und das ist glaube ich auch der Zeitgeist, diese Multimodalität, dass du einfach nicht immer dasselbe benutzt, sondern dir das wählst, wie es dir am besten passt. Und diese Wahlmöglichkeiten, das ist glaube ich heutzutage vielmehr verankert, als das früher war, dass man das so psychologisch mittlerweile abgespeichert hat, dass man eigentlich sich auch ständig wieder verändern will oder was anderes ausprobieren will. 

Nora Hansen: Ich muss sagen, darüber habe ich jetzt bis gerade noch nicht nachgedacht. Aber das wäre so praktisch gewesen heute Morgen mit dem Bus zur Arbeit zu fahren und mit dem Fahrrad zurück. Aber ich habe mich dagegen entschieden, weil ich dachte, nachher scheint die Sonne, dann muss ich mit dem Bus zurückfahren. 

Mareike Rauchhaus: Ja, genau. 

Nora Hansen: Stimmt. Daran habe ich gar nicht gedacht. Das ist natürlich total schlau. Aber jetzt haben wir eben davon geredet, so die Mentalität ändert sich, die Leute wollen ein bisschen umweltbewusster sein. Das sind ja meistens eher die jungen Leute, oder? 

Mareike Rauchhaus: Also so jung sind unsere Nutzer gar nicht. Also das sind schon, dadurch dass du ja dafür bezahlen musst/ Also es ist natürlich günstig, es ist jetzt ein Euro für eine halbe Stunde, das ist jetzt dann doch noch günstiger als öffentlicher Nahverkehr im Moment ist, also Bus und Bahn. Aber es sind viele Leute, die halt irgendwie so einen Weg haben, also die mindestens schon studieren, also weniger Schüler, sondern Leute, die studieren oder die halt schon arbeiten. Und wir haben selber in unseren Erhebungen stellen wir auch fest, das ist auch oft der Arbeitsweg. Also es ist wirklich der meiste Weg ist der Arbeitsweg. Gar nicht so ein Freizeitweg, sondern eben wirklich Arbeitsweg, Berufspendler, die/ Zum Beispiel das Ruhrgebiet, wenn du das nimmst, da kannst du ja gar nicht mehr Auto fahren, da stehst du ja eh nur im Stau, das macht einen ja irre.

Nora Hansen: Ja, klar.

Nora Hansen: Und dadurch dass aber so eng die Städte beieinander sind, gibt es da ja unendlich viel Berufsverkehr auch, also Leute, die in Essen arbeiten aber in Gelsenkirchen wohnen oder so was. Das sind ja wie Viertel in einer anderen Stadt, aber dort sind es gleich verschiedene Städte. Da fahren unglaublich viele mit der Regionalbahn oder der S-Bahn, aber dann diese Mikromobilität, die geht dann eben mit einem Fahrrad am besten dazwischen, und die nutzen unsere Fahrräder. Ganz viele sind davon. 

Vom Bike Sharing alleine verdient man nicht genug, deshalb kommt dann das Sponsoring ins Spiel 

Nora Hansen: Denkst du, dass selbst wenn der Preis höher wäre, dass die Leute noch immer das ständig nutzen würden, weil es einfach so praktisch ist, oder denkst du, ihr habt da so diesen einen Preis gefunden, mit dem das wirklich funktioniert? 

Mareike Rauchhaus: Ich glaube schon, dass wir da so einen Preis gefunden habe. Also du kannst ja verschiedene Abo-Modelle dann machen. Es gibt zum Beispiel für zehn Euro einen Monatstarif bei uns, den du/ also Spotify-, Netflix-mäßig, den du dann nach einem Monat gleich kündigen kannst und im nächsten Monat wieder buchen oder machst zwei Monate Pause und dann wieder buchen, aber es ist immer so eine Flatrate für eine halbe Stunde dann da inkludiert. 

Nora Hansen: Ja, wenn man weiß, man fährt öfter, und sich dann ein Abo zulegen ist natürlich auf Dauer auch dann wieder ein bisschen kostengünstiger als jedes Mal zahlen. 

Mareike Rauchhaus: Genau. Und die meisten Fahrten sind halt wirklich innerhalb von einer halben Stunde, das sind schon solche Kurzstrecken. Und so Ausflugsfahrten oder so was, das ist dann halt am Wochenende. Und richtige Touren, da kommen dann halt eher so Fahrradverleiher, so wirkliche Fahrradläden dann ins Spiel, wo die Leute sich dann ein Tourenrad mal ausleihen. Oder das sind dann tatsächlich die Räder, die man selber zu Hause hat, teuer. Und für das Alltagsgeschäft sind dann wir diejenigen, wo man dann einfach auf so ein standardisiertes Citybike wie unseres zurückgreift. Also das ist dann schon so. Aber der Preis, der stimmt schon noch. Ich glaube, wenn das dann zu teuer wäre, dann wird es schwieriger. Aber wir müssen da im Moment nicht dran drehen. Was wir dann machen, zum Geschäftsmodell, ist eben noch, dass wir eben schon immer Werbung an den Fahrrädern vermarkten. Also ein Sponsoring, in Berlin heißt das ganze Ding Deezer nextbike oder hier in Leipzig heißt das Durstexpress nextbike, weil dann diese Sponsoren da drauf gehen, die haben dann natürlich einen super Image, also steht für Bikesharing, ist ja ein schönes Verkehrsmittel, das ist ja alles sauber, und zugleich hast du eine krasse Sichtbarkeit, du bist dann als Sponsor auf meinetwegen tausend Rädern in der Stadt sichtbar, hast tausend kleine Plakate mehr oder weniger und die dann auch noch rumfahren und die dann eben auch noch mobil sind und so die Reichweite dann extrem erhöhen. 

Nora Hansen: Bessere Werbung kannst du eigentlich echt nicht haben. 

Mareike Rauchhaus: Finde ich auch. Also buchen Sie bei nextbike! 

Nora Hansen: Genau. Das ist ihr perfekter Werbungspartner! 

Mareike Rauchhaus: Ja, genau. Also bitte, bitte einbuchen. Und somit kannst du natürlich als Stadt, also das ist auch mit Sponsoren, dass wir da eine Stadt auch neu entwickeln zum Beispiel. Also das dann eine Stadt, die bisher wo wir noch nicht Bikesharing betrieben haben, weil da nicht im ersten Moment die kritische Masse an Nutzern erreicht wird, zum Beispiel irgendwelche Kleinstädte, wo wir dann denken, naja, mit einem Euro und dann hast du vielleicht 300 Nutzungen pro Tag und das ist dann schon viel, aber verdienst nur 300 Euro pro Tag, musst aber trotzdem den Service ja bezahlen, der die Räder trotzdem wieder zurückbringt et cetera, da braucht es dann noch einen Werbekunden dazu, der eben einfach dann damit das subventioniert. Aber so funktioniert unser Geschäftsmodell seit eh und je. 

Mareike Rauchhaus: Das ist echt klasse, dass das schon immer dann so in dem Prinzip so ein bisschen funktioniert. 

Mareike Rauchhaus: Genau. 

Nextbike wird von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen 

Nora Hansen: Ich habe natürlich vor unserem Gespräch ein bisschen recherchiert und habe einen Artikel gefunden, bei dem ich gelesen habe, dass ihr bei Stiftung Warentest tatsächlich auch als bester Bikesharing – wie sagt man da, Unternehmen? Als bestes Bikesharing-Unternehmen abgeschlossen habt? 

Mareike Rauchhaus: Du kannst einfach nur applaudieren und Juhu schreien. Also als bester Bikesharer ist es eigentlich dann substantiviert. 

Nora Hansen: Bikesharer. Okay. Da habt ihr natürlich echt was geleistet. Das ist denke ich auch so ein kleiner Push nochmal, dass man sieht, boah, man macht was, was wirklich gut ist. 

Mareike Rauchhaus: Ja. Ich habe natürlich auch Angst vor dem Test gehabt. Wenn man in dem Boot sitzt und ab und zu mal Wasser schöpft aus dem Boot, dann denkt man so, ist wirklich alles so perfekt und so? Aber wir sind trotzdem selbstbewusst da reingegangen. Und ein halbes Jahr lief jetzt diese Untersuchung insgesamt und ich habe da auch viele wirklich kritische Fragen beantworten müssen. Und ich muss aber echt sagen, die nehmen das wirklich krass und die Lupe und das ist wirklich eine neutrale Test-Geschichte. Also es ist auch toll, für mich selber als Verbraucher mal wieder so dieses Vertrauen in Stiftung Warentest/ Das ist ja so gelernt, man denkt ja, das ist ja so ein Testsiegel, die Matratze muss ja gut sein. Aber es ist eben irgendwie tatsächlich so. Also die gucken sich das wirklich genau an und haben nichts von den Ergebnissen vorher veröffentlicht und gar nichts. Und wir sind letzte Woche dann auch ganz schön aus dem Häuschen gewesen und haben uns sehr gefreut und wurden natürlich in unserem Tun damit auch bestätigt. 

Nora Hansen: Ja, natürlich. Klar. 

Mareike Rauchhaus: Die haben natürlich die ganzen Wettbewerber, die da in den letzten zwei Jahren aufgeschlagen sind, auch unter die Lupe genommen, und klar, wenn du Räder ohne Gangschaltung anbietest oder Vollgummireifen, wie soll das denn funktionieren? Es ist halt auch nicht besonders toll, mit so was zu fahren. 

Nora Hansen: Nein, das ist klar. Das sehe ich auch so. 

Mareike Rauchhaus: Und das mussten die jetzt auch merken. Und ich bin mal gespannt, jetzt kommt die nächste Blase, also diese E-Scooter kommen dann ja jetzt auch, fahren ja schon ein paar rum, und Mitte Mai sollen die auch zugelassen werden oder soll darüber endgültig entschieden werden, wie die zugelassen werden auf den deutschen Straßen. Und da stehen auch schon wieder, glaube ich, zehn, 15, 20 Anbieter, die alle mehr oder weniger dasselbe Produkt anbieten in den Startlöchern, die haben riesen Kapital eingesammelt, weil das so in ist, da rein zu finanzieren, wenn du Geld übrig hast, anscheinend. Und mal sehen, was das wird. Also es wird so eine ähnliche Blase werden wie bei den asiatischen Anbietern, also wie das noch war. Aber mal sehen, wie die getestet werden, mal sehen, wie viele Unfälle es damit wirklich gibt und wie das dann wirklich auf der Straße auch abläuft. Also bleibt eine spannende Geschichte. Und wir gucken uns das auch an und überlegen teilweise auch, ob wir auch dann mit ein paar Anbietern vielleicht kooperieren, dass wir die über unsere Plattform, dass die dann auch mietbar sind oder so was. Aber dieses Blutbad, wenn sich dieser Markt konsolidiert, das gucken wir uns jetzt erst mal noch an. 

Bikesharing vs. E-Scooter

Nora Hansen: Ich kann mir vorstellen, dass das auch ein bisschen ein Kribbeln in den Fingern verursacht, ein bisschen Unruhe, oder? 

Mareike Rauchhaus: Das war bei diesem Bikesharing/ Also mittlerweile sind wir es ja gewohnt. Aber als die ganzen Asiaten hier aufgeschlagen sind und wirklich auch teilweise echt dreist kopiert haben einfach nur. Am Anfang dachte ich so, hä, der Schriftzug ist doch genau unsere Schriftart sogar/ 

Nora Hansen: Nein! Oh! 

Mareike Rauchhaus: Ey! Und da dachte ich schon so/ Und wie die dann plötzlich diese ganzen Millionen eingesammelt haben und wir stehen da und wir wollen ja auch wachsen, auch mal Geld, wir wollen doch auch Räder rausbringen. Da haben wir natürlich schon gedacht, ach du Scheiße, was ist das. Aber du siehst ja, was dabei rausgekommen ist. Das ist genial. Also wir sind Stiftung-Warentest-Testsieger, unsere Nutzer sind immer mehr geworden, statt weniger, und/ 

Nora Hansen: Vermutlich habt ihr einfach mit Qualität bestochen. 

Mareike Rauchhaus: Naja, bestochen ist auch ein geiles Wort dafür. Aber ja, Qualität zahlt sich dann eben doch aus und vor allem dann doch so eine persönliche Betreuung. Und Idealismus. Also, hallo, wir stehen halt wirklich dahinter, wir sind jetzt nicht irgendwelche/ 

Nora Hansen: Nicht einer, der sich das mal eben über Nacht gedacht hat. 

Mareike Rauchhaus: Finanzhaie, die einfach da mal schnell auf so einen Mobilitätstrend setzen, sondern verdammt nochmal wir bluten dafür seit 15 Jahren. Wirklich. 

Nora Hansen: Das macht sich bezahlt. Ganz klar. 

Mareike Rauchhaus: Ja. Und wir fahren auch alle selber Fahrrad. Und das ist natürlich auch wie du so ein Produkt dann verkaufst, wenn du selber da so dran glaubst. Also/

Nora Hansen: Ja, das macht einen ganz anderen Eindruck. 

Mareike Rauchhaus: Authentizität halt. Und die ist bei uns wirklich gegeben. Mit allen Fehlern auch, aber es ist/ Ja, so ist es eben. Das ist halt die Realität. 

Nora Hansen: Was habt denn ihr für Pläne noch für die Zukunft? Ihr müsst ja irgendwie weiterhin, oder habt ja vor, weiterhin zu bestehen und hoffentlich Marktführer zu bleiben und zu werden. Kann man da noch irgendwas Neues mit reinbringen? Wie hält man die jetzigen Nutzer und wie kriegt man vielleicht noch mehr Leute dazu? 

Mareike Rauchhaus: Naja, es ist ja schon so mit den Scootern, dass manche Leute, also vielleicht auch so Business-Typen, die dann sagen, ich schwitze so auf dem Fahrrad, ich würde halt so einen Scooter nutzen oder so was, dass wir dann überlegen, ob wir für diese Gruppe tatsächlich auch ein Angebot machen. Aber vielmehr liegt der Fokus darauf eben trotzdem bei den Fahrrädern zu bleiben, eben wo du dich selber bewegst, weil auf so einem Scooter bewegst du dich ja nicht mal mehr selber, sondern stehst nur da, und da noch mehr das auszudifferenzieren, also mit Cargobikes, das ist einfach geil, also das hätte ich persönlich auch gerne überall im Sharing-Betrieb, dass ich mir ein Lastenrad ausleihen kann. Wir haben jetzt einen Piloten in Berlin bald, wo wir 100 Lastenräder vermieten werden oder eben hinstellen werden und vermieten werden. Weil das ist wirklich noch viel krasser als so ein eigenes Fahrrad, weil wo stellst du so ein riesen Lastenrad bei dir vor die Haustür? 

Nora Hansen: Das kannst du ja nicht selbe/ Ja, stimmt. 

Mareike Rauchhaus: Also das wird dir wirklich/ ein teures wird dir sofort geklaut. Und die großen Kisten, da weißt du halt wirklich nicht, wo du es hinstellen sollst. Du musst es ja draußen stehen lassen. Und wenn du so was im Sharing hättest, eben wirklich um spontan beim Einkaufen oder jetzt im Sommer zur Grillparty das Zeug alles reinzupacken und damit in den Park zu radeln, das ist einfach absolut genial. 

Nora Hansen: Ja, das ist total praktisch. Das haben wir in Konstanz auch schon. 

Mareike Rauchhaus: Genau. Ich weiß. Ihr habt ja eh TINK. Und dasselbe haben wir in Norderstedt. Also wir hängen da so ein bisschen mit dran. In Konstanz sind die Einen und Norderstedt war das andere Förderprojekt bei Hamburg. 

Nora Hansen: Ah, okay. 

Mareike Rauchhaus: Genau. 

Zukunftspläne – Vom E-Bike, übers Tandem, bis hin zu Kinderrädern

Nora Hansen: Und ist für euch irgendwann noch die Option, dass ihr vielleicht auch E-Bikes miteinbezieht? 

Mareike Rauchhaus: Genau. Das wollte ich auch noch sagen. Und E-Bikes genauso. Also wir haben jetzt Bilbao zum Beispiel, das ist mit das größte Projekt, wo 400 E-Bikes im Sharing-Betrieb sind, die an den Stationen selber werden die über die Docking/ ich quatsche immer so blöde Fachbegriffe, an die Dockingstation/ 

Nora Hansen: An den Dockingstations geladen. 

Mareike Rauchhaus: Ja. Die werden dann über die Docks, also über die Ständer, wo du die reinschiebst, werden die dann geladen an der Station, und so fahren die rum. Und wir haben da wahnsinnig viele Ausleihen pro Tag. Und das ist das nächste, also solche E-Bikes wirklich flächendeckend zu verleihen. Oder in Polen verleihen die auch Kinderräder. Also wir haben auch viele Städte in Polen.

Nora Hansen: Ach, Kinderräder? Wie cool! 

Mareike Rauchhaus: Genau. Dass du da noch Kinderräder ausleihen kannst. Oder was auch immer der Traum ist, seit Jahren Geistern hier so Vendorings durch die Gegend mit Tandems, also dass wir eben Tandems noch mit hinstellen. Das ist dann so ein Fun-Factor. Eher bestimmt für Touristen oder so. Aber klar, wer würde nicht aus Spaß sich mal so ein Tandem ausleihen, wenn es da steht. Das ist doch einfach mal lustig und fun. 

Nora Hansen: Das ist total witzig, glaube ich. 

Mareike Rauchhaus: Aber ehe du dir so ein Tandem kaufst oder explizit in ein Geschäft gehst, um zu fragen, darf ich mir mal ein Tandem ausleihen, haben sie Tandems? 

Nora Hansen: Das passiert selten. 

Mareike Rauchhaus: Und so diese ganze Vielfalt des Fahrradfahrens eigentlich abzudecken, das ist so der große Traum. Diese ganze Diversität. Also so wirklich um ganz viele Nutzungssituationen auch zu schaffen oder den Leuten da die Alternativen aufzuzeigen. Vom Baumarkt, vom großen Einkauf, eben viele/ Das ist ja immer das Argument, ich muss aber einmal in der Woche Wasserkästen schleppen oder so. 

Nora Hansen: Geht ja dann mit so einem Lastenfahrrad. 

Mareike Rauchhaus: Genau. Kannst du alle ins Lastenfahrrad packen und es ist trotzdem noch cooler oder schöner so zu fahren als wieder im Stau zu stehen oder Abgase zu produzieren und so weiter. 

Nora Hansen: Da sind noch ganz, ganz viele Optionen offen, das sehe ich. 

Mareike Rauchhaus: Genau. 

Nora Hansen: Also wenn man da mal so genauer darüber nachdenkt, so ein bisschen in die Materie so einsteigt, bin ich echt ganz schön begeistert davon. Das wäre echt ziemlich cool, wenn man das irgendwie weiterverbreiten könnte, noch mehr. 

Mareike Rauchhaus: Ja, genau. Und das ist eben dieses/ oder Kindertransport, dass du eben die Kinder/ also meine sind auch klein und ich hatte eine Zeitlang ein Lastenrad von nextbike mir dann immer zu Hause ausgeliehen und das war halt einfach cool, du setzt die beiden da rein oder wenn du noch mehr hast/ und erstens können die miteinander reden, die haben halt übelst viel Spaß dann immer da drin und quatschen und dann habe ich die immer mit dem Einkauf überhäuft, dann konnten die ihre Füße nicht mehr bewegen und steckten in dem Einkauf drin und haben die Hälfte aufgegessen schon. Aber weißt du, so kreierst du ja auch schöne Momente im Leben einfach, was du im Auto, wenn die armen Kinder im Kindersitz festgeschnallt sind und hinten im Kofferraum und du hast wieder Stress mit Parkplatz suchen, das hast du ja sonst noch gar nicht. Und das ist es eigentlich, den Leuten so eine Nutzungssituation aufzuzeigen oder die wirklich dazu zu bekommen, ihre Wege auch zu überdenken, kann ich meine Wegekette/ Oder mein Kollege, der ist mit einem Bullitt, einem einspurigen Lastenrad hat der seinen Umzug gemacht und hat halt eine Waschmaschine so transportiert und alles. 

Nora Hansen: Wow! Eine Waschmaschine mit dem Lastenrad? 

Mareike Rauchhaus:  Ja. Also der hat die halt da drauf gemacht und ist ja kein Problem. Ob du die ins Auto hebst oder ob du die aufs Bullitt hebst. Und wenn das eine gute Übersetzung hat oder eben ein E ist, dann ist das auch total einfach. Und so gibt es da alle Wege. Deshalb sage ich nicht, dass Autos abgeschafft werden müssen oder so was. Das auf keinen Fall. Aber es gibt so viele, man nennt das so fauler Autoverkehr, es gibt so viel Autoverkehr, den du wirklich eigentlich mit dem Fahrrad gut hinkriegen würdest oder sogar noch besser, wo du sogar schneller wärst, glücklicher und gesünder. Und die Städte mit der höchsten Lebensqualität sind auch durchweg die, die den wenigsten Autoverkehr haben. Also das ist halt einfach definitiv so. 

Nora Hansen: Ich meine, für Langstrecken kann man Autos ja auf jeden Fall noch weiterhin nutzen, aber in der Stadt ist ein Fahrrad einfach eine sehr gute Alternative. 

Mareike Rauchhaus: Genau. Lieferverkehr meinetwegen auch noch in solche Geschichten. Also es gibt einfach Situationen, wo ein Auto auch angenehm ist und das soll auch ruhig so bleiben, aber dann vielleicht auch auf Sharing dann zu setzen, das ist natürlich auch noch eine Sache, damit nicht jeder alleine dann im Auto sitzt, sondern eben alle sich ein Auto teilen, und einfach diese Ressourcen dabei zu überdenken. Und wer will denn schon sein Eis lecken oder Kaffeetrinken an einer viel befahrenen Straße und sitzt dann in den Abgasen und in dem Lärm und in dem Gehupe und muss dann noch Angst haben, dass das Auto vielleicht aus Versehen mal in deinen Kaffeetisch reinlenkt, aber wenn du halt an einem Radweg sitzt, da ist das halt total okay. 

Nora Hansen: Das ist viel entspannter. 

Mareike Rauchhaus: Das ist ja eine Tatsache einfach. 

Vertritt Mareike auch selber das, was sie tagtäglich predigt? 

Nora Hansen: Ja, klar. Das lässt sich belegen. Jetzt habe ich eine ganz interessante Abschlussfrage noch, die mich jetzt einfach persönlich interessiert. 

Mareike Rauchhaus: Ja? 

Nora Hansen: Hast du ein Auto? 

Mareike Rauchhaus: Ich habe ein Auto, was aber nur damit gerechtfertigt ist, dass es ein Bus ist und ich mit diesem Bus in den Urlaub fahre. Also es ist halt wirklich/ Ey, ich fahre damit vielleicht/ ich fahre da nicht mal einmal im Monat. Nicht mal meinen Einkauf. Meinen Einkauf mache ich echt auch/ ich habe hinten ein großes Körbchen dran, und ich habe drei Kinder und einen Mann, der viel isst, und der muss natürlich auch noch einkaufen, und wir machen halt nie so einen riesen Einkauf, sondern es wird halt in unsere Biokisten hinten aufs Fahrrad dann geladen und so was. Und wir fahren vielleicht einmal in zwei Monaten bewegen wir dieses Auto und ansonsten machen wir da mit Urlaub und wenn wir zu den Großeltern vielleicht mal fahren oder so. Aber das mache ich auch lieber mit dem Zug. Ich bin ja hier in Leipzig, meine Eltern wohnen in Erfurt und da fahre ich 45 Minuten mit dem ICE, mit dem Auto fahre ich eine Stunde und was weiß ich, 20 Minuten über A9 und A4 und was weiß ich nicht alles noch, und ich fahre viel lieber mit dem Zug und bin direkt in der Innenstadt, und dort gibt es auch tollerweise nextbike. 

Nora Hansen: Ach, cool! 

Mareike Rauchhaus: Also ich fahre dann mit nextbike wieder weiter, und die Kinder, die setze ich dann eben auch da halt aufs Nextbike, und das weiß natürlich keiner, weil das laut AGB verboten ist. 

Nora Hansen: Ja, klar. Das sagen wir nicht weiter. 

Mareike Rauchhaus: Genau. Aber kann ja jeder selbst entscheiden, wenn man dafür haftet. Aber so ist es halt. Und dieses Auto, habe ich wirklich immer nur gesagt, das funktioniert nur, weil wir das eben für den Urlaub wirklich nutzen. Aber ansonsten, ich fahre mit dem Auto doch nicht hier in der Stadt rum, ich bin doch nicht blöd. 

Nora Hansen: Ist vermutlich auch billiger, wenn du Fahrrad fährst anstatt Auto, das du ständig tanken musst, oder? 

Mareike Rauchhaus: Klar. Ja. Aber es sind auch wirklich viele unserer Mitarbeiter, die sind am Anfang hier auch mit Auto hergekommen, und es sind wirklich viele dann auch aufs Fahrrad umgestiegen. 

Nora Hansen: Schöne Wandlung. 

Mareike Rauchhaus: Weil die immer als Ausrede haben, ich muss ja die Kinder noch zur Schule bringen oder in den Kindergarten und dann den Einkauf und so was, aber irgendwann, ja, du kannst es halt mit Fahrrad machen und dann bist du eben auch, ja, du hast dich halt bewegt. Also ich habe jetzt nur noch einen sehr kurzen Arbeitsweg, weil wir hier umgezogen sind und ich fahre leider nur noch fünf Minuten mit dem Fahrrad, aber früher bin ich immer noch so eine Viertelstunde durch den Park gefahren und das ist halt einfach/ 

Nora Hansen: Ist total angenehm. 

Mareike Rauchhaus: Totale Entspannung! Du kommst halt nochmal runter oder morgens ist es auch so schön und ich finde auch wie du heute im Regen fahren, ich habe halt so eine Regenhose und dann so eine richtige Regenjacke, das sieht halt furchtbar aus, aber ist ja egal für diesen kurzen Weg, dann macht mir der Regen eben auch nichts aus und ich bin aber draußen gewesen und sonst sitze ich halt hier meine sechs, acht Stunden auf dem Hintern und gucke in den Rechner und danach ist es einfach wieder toll, mich draußen zu bewegen, und das macht den Geist doch erst frei und bringt einen auf Ideen. 

Nora Hansen: Da sprichst du genau das an, was ich mir auch jeden Tag denke. Ich bin immer so froh, wenn ich im Sommer oder auch schon im Herbst und im Frühling Fahrrad fahren kann und kein Schnee mehr liegt und dann einfach diese Bewegung jeden Morgen habe und den Ausgleich zum im Büro sitzen. 

Mareike Rauchhaus: Dank dadurch dass wir unsere Umwelt ja so verschmutzt haben gibt es ja gar keinen Schnee mehr. Also dieses Jahr bin ich komplett durchgefahren. Und ich steige dann/ also ich habe natürlich ein privat/ also ich habe mehrere Fahrräder privat und die haben alle relativ schmale Reifen oder so was, aber ich steige dann im Winter explizit auf nextbike immer um, weil die sehr dicke Reifen haben und dann bei Glätte und auch bei Schnee kann man damit echt noch super fahren. 

Nora Hansen: Perfekt! 

Mareike Rauchhaus: Also Fahrradfahren ist toll! Hört auf Sophia und mich! Verdammt, fahrt mehr Fahrrad! 

Nora Hansen: Fahrrad fahren! 

Mareike Rauchhaus: Es wird uns allen was nützen. Keine schwarzen Popel mehr! 

Nora Hansen: Das hilft der Gesundheit! 

Mareike Rauchhaus: Genau. 

Nora Hansen: Ich würde sagen, das ist doch mal ein super Schluss-Statement, was du hier gerade abgegeben hast. 

Mareike Rauchhaus: Genau. 

Nora Hansen: Ich würde sagen, dabei belassen wir es doch gerade einfach. 

Mareike Rauchhaus: Sehr schön! War mir ein Vergnügen! 

Nora Hansen: Super! Ich danke dir! Und ich wünsche dir noch einen schönen Tag! 

Mareike Rauchhaus: Danke Sophia! Ciao! 

Nora Hansen: Ciao! Vielen Dank fürs Zuhören. Wir hoffen sehr, dass euch diese Folge gefallen hat. Wenn ja, dann lasst uns gerne eine Bewertung bei iTunes da und teilt den Podcast. Wir freuen uns über jegliche Unterstützung. Mehr Infos zum Podcast und über uns findet ihr auf Gründerschiff.de oder über Facebook. Bis zum nächsten Mal.