Neue Kunden und Aufträge dank interaktiver Events

Networking für Geschäftsanbahnung

Gastbeitrag. Wer gründet, braucht sie besonders: Neue Kunden und neue Aufträge. Ob als Unternehmer oder Freelancer, Kunden lassen sich auf vielerlei Wegen finden. Sie können beispielsweise Anzeigen schalten, sich auf Marktplätzen und Vermittlungs-Portalen registrieren, Telefonakquise betreiben, Ihre Dienste als Sub-Dienstleister beispielsweise bei Agenturen anbieten, Onlinemarketing betreiben oder Networking- und B2B-Events besuchen. Oder Sie organisieren Ihre eigene Veranstaltung. Auf dieser können Sie die eingeladenen Entscheider persönlich treffen und besser kennenlernen. Auch oder gerade in der immer digitaler werdenden Welt gilt: “Beziehungen schaden nur dem, der keine hat.” Also los, knüpfen Sie neue Beziehungen – in diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie

  • Networking in Ihr Event integrieren
  • Ihre Teilnehmer mit interaktiven Eventformaten begeistern
  • Wie Sie sich selbst am besten vorbereiten
  • Welche digitale Tools Ihnen dabei helfen

Neue Aufträge für Gründer dank Networking

Networking als fester Bestandteil Ihres Events

Wollen Sie Kontakte knüpfen, brauchen Sie dafür auch die Gelegenheit. Schaffen Sie also genug Raum und Zeit für Networking – sowohl mit Ihren Teilnehmern als auch für diese untereinander. Planen Sie am besten gleich zu Beginn Ihres Events eine Kennlernphase ein, zum Beispiel in Form eines Get-togethers. Und geben Sie Ihren Teilnehmern mindestens 30minütige Pausen zwischen den einzelnen Vorträgen.

Die klassische Bio-Pause von 15 Minuten ist einfach zu kurz. Hand auf’s Herz: Wie weit kommen Sie in dieser Zeit? Meist sagen wir ein bis zwei Menschen “Hallo”. Für mehr reicht’s dann einfach nicht. Wie wollen Sie so an wirkliche Informationen kommen? Wer lange Pausen einplant, hat schon viel richtig gemacht. Für den echten Austausch eignen sich jedoch interaktive Eventformate noch besser.

Speedating: Jeder spricht mit Jedem

Sie brauchen einen Moderator und Stühle, die sich gegenüberstehen. Wer kreativer sein möchte, geht ins Autohaus oder steigt ins Riesenrad. Nun führen jeweils zwei Personen ein kurzes Gespräch. Nach einem Tonsignal wechseln die Gesprächspartner ihr Gegenüber solange bis jeder mit jedem gesprochen hat. Je größer die Gruppe, desto länger dauert dies natürlich. Deshalb können Sie bei einer größeren Teilnehmerzahl einfach kleinere Untergruppen bilden.

Speeddating: Jeder mit jedem.

Thementische: Diskussion in kleinen Gruppen

Roundtable oder auch Table Sessions genannt. Wer sich nach einem frontalen Vortrag nach echtem Austausch sehnt, ist hier genau richtig. Sie selbst wollen ja auch mit Ihren Teilnehmern ins Gespräch kommen. Schon allein deshalb bietet sich ein Formatmix an. Bei dieser Variante ernennen Sie einen Gastgeber je Tisch und legen ein Thema fest.

Die Übersicht können Sie gut sichtbar im Raum aufgehängen, ankündigen, als Handout verteilen oder über eine App bekannt machen. Der Gastgeber führt nur kurz (!) ins Thema ein und überlässt dann den Teilnehmern die Diskussion. Diese kann er noch moderieren. Ein frontaler Vortrag ist jedoch tabu. Lassen Sie die Teilnehmer ruhig die Tische wechseln und bieten Sie zwei oder drei Durchgänge derselben Thementische an.

World Café: Diskussionen, die aufeinander aufbauen

Ganz ähnlich wie beim Format zuvor, geht es um die Diskussion der Teilnehmer unter Anleitung eines Gastgebers. Dieses Mal jedoch werden die zentralen Gedanken auf Papier-Tischdecken notiert. Nach einer vorgegebenen Zeit wechseln die Gruppen komplett die Tische.

Der Gastgeber bleibt und führt mit der nächsten Gruppe die bereits vorhandenen Diskussionspunkte und Ergebnisse weiter. Dies eignet sich besonders, um Themen tiefer zu durchdenken und umfassendere Lösungen zu finden. Wenn Sie es geschickt anstellen, finden Sie Antworten auf Fragen, die Sie in Ihrem Start-up brennend interessieren.

Bereiten Sie sich bestmöglich vor

Fragen Sie im Vorfeld ab, wer kommen wird. Zahlreiche Online-Anmeldetools erleichtern Ihnen dabei die Arbeit. Ist Ihre Veranstaltung gratis, gibt es sogar kostenfreie Services von Eveeno, Eventbrite und Xing-Events. Der Vorteil von Xing-Events liegt darin, dass Sie vorab oft auch gleich ein Profilfoto Ihrer Teilnehmer sehen können.

Studieren Sie nun die Teilnehmerliste. Wer kommt da? Aus welchem Unternehmen? Was machen die genau? Je besser Sie vorbereitet sind, desto eher finden Sie einen Gesprächseinstieg. Dafür eignen sich hervorragend gemeinsame Interessen oder W-Fragen: Wie hat Ihnen der Vortrag gefallen? Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden? Was machen Sie beruflich? Natürlich können Sie sich vorher Notizen machen. So können Sie immer mal wieder schauen, wen Sie noch kennenlernen wollten und was Sie sich über die Person merken wollten.

Gründer nutzen digitale Tools

Nutzen Sie digitale Tools

Natürlich steht bei Ihrem Event der persönliche Austausch im Vordergrund, jedoch können Ihnen ein paar digitale Tools die Arbeit erleichtern. Wie anfangs bereits erwähnt, sind Online-Anmeldetools eine große Hilfe. Schauen Sie sich darüber hinaus auch Votingtools und Matchmaking-Apps an.

Vielleicht haben Sie schon gehört oder gelesen, dass die menschliche Aufmerksamkeitsspanne enorm gesunken ist – man sagt auf 8 Sekunden. Selbst wenn Sie Ihren Vortrag richtig gut vorbereitet haben, irgendwann driftet auch der aufmerksamste Zuhörer ab. Holen Sie ihn zurück, zum Beispiel mit Votingtools. Mit diesen können Sie Umfragen in Echtzeit starten und die Ergebnisse auch gleich auf Ihrer Leinwand präsentieren. Die bekanntesten Tools Sli.do, Tedme oder auch Voxvote gibt es kostenfrei in der Basisversion.

Einige der Softwareanbieter für Eventmanagement haben eine Networkingfunktion in ihre App integriert. Jedoch gibt es auch reine Anbieter einer Matchmaking-App, beispielsweise congreet. Ihre Besucher geben ihre eigenen Interessen und Kompetenzen in die App ein und werden dank eines auf Basis gemeinsamer Interessen einander vorgeschlagen. Sie als Veranstalter können diese im Backend nachverfolgen – DSGVO-konform natürlich. Dank dieser Funktion lernen auch Sie die Interessen Ihrer potentiellen Kunden kennen.

Networking für Geschäftsanbahnung

Fazit

Events eignen sich hervorragend fürs Networking und die Geschäftsanbahnung. Wer auf seinen eigenen Events ausreichend Platz für Networking in seinem Programm lässt und darüber hinaus Teilnehmer aktiv einbindet, kann die relevanten Entscheider persönlich erreichen und viel über sie erfahren.

Über die Autorin

Katrin Taepke bloggt auf www.micestens-digital.de und ist Eventprofi mit Leidenschaft für Digitalisierung und interaktive Eventformate. Seit mehr als 20 Jahren organisiert sie Events unterschiedlichster Größe und Ausrichtung. Ihr Credo: „Rettet die Welt vor frontaler Vortragsbeschallung und nutzt digitale Tools für eure Prozesse!“