Die 5 wichtigsten Versicherungen für Gründer

Versicherungen

Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit stellt sich auch die Frage nach einer Absicherung gegen damit verbundene Risiken. Die Entscheidung für und gegen bestimmte Versicherungen ist alles andere als leicht. Schließlich kostet jede davon Geld, und das ist am Anfang einer Existenzgründung meist knapp.

Gleichzeitig können die negativen Folgen gravierend sein, wenn Sie es versäumen, sich ausreichend abzusichern. Doch welche Versicherungen sind von Beginn an notwendig und welche lassen sich erst einmal aufschieben, bis das Geschäft angelaufen ist? Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen die fünf wichtigsten Versicherungen für Gründer vor.


1. Krankenversicherung

2. Rentenversicherung

3. Arbeitsunfähigkeitsversicherung

4. Betriebshaftpflicht

5. Rechtsschutzversicherung

6. Wägen Sie sorgfältig ab


1. Krankenversicherung

Mit der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit haben Sie die Wahl, ob Sie weiter in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben (falls Sie bisher dort versichert waren) oder sich für eine private Krankenversicherung entscheiden. Im Gegensatz zu Angestellten müssen Sie bei einem Wechsel keine Einkommensgrenze beachten, es sei denn Sie arbeiten als Künstler, Publizist, Landwirt oder Gärtner.

Welche Variante für Sie die bessere ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Für viele Gründer har die private Krankenversicherung deutliche Vorteile. Denn in diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, ausschließlich für
die Leistungen zu bezahlen, die Sie am dringendsten brauchen. Auf diesem Weg können Sie sogar Geld sparen.

Haben Sie die heiße Phase der Gründung überstanden, können Sie in einen leistungsstärkeren Tarif wechseln. Abhängig von Alter und Gesundheitszustand bietet die PKV außerdem mehr Leistungen an als die GKV. In der GKV sind dagegen Familienmitglieder ohne Einkommen beitragsfrei mitversichert.

Gründerschiff - Leinen los. Zukunft in Sicht.

Empfehlung: Entscheiden Sie sich für eine private Krankenversicherung, vergleichen Sie die Leistungen einzelner Anbieter. Bedenken Sie, dass ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung schwer bis unmöglich ist.

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2. Rentenversicherung

Während es Versicherungen für Gründer gibt, die man beim Start in die Selbstständigkeit getrost aufschieben kann,
sollten Sie die Altersvorsorge so früh wie möglich berücksichtigen. In diesem Fall ist Zeit Geld.

Beachten Sie dabei die folgenden Punkte:

  • Angehörige bestimmter Berufsgruppen sind auch als Selbstständige oder Freiberufler weiterhin rentenversicherungspflichtig. Dazu gehören zum Beispiel Künstler und Publizisten, Lehrer, Trainer, Krankenpfleger und Hebammen.
  • Trifft dies auf Sie nicht zu, können Sie freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung oder eine private Altersvorsorge einzahlen.

Zahlen Sie in die gesetzliche Rentenversicherung ein, können Sie die Riester-Rente nutzen. Als Alternative zur privaten Altersvorsorge kommt auch die sogenannte Rürup-Rente in Frage. Zusätzlich haben Sie verschiedene weitere Möglichkeiten, für Ihr Alter vorzusorgen. Für welche Sie sich auch entscheiden, warten Sie nicht zu lange damit.


3. Berufsunfähigkeitsversicherung

Absolute Sicherheit gibt es nicht. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung versichern Sie aber einen Ernstfall der häufiger eintritt als viele denken. Tatsächlich entsteht Berufsunfähigkeit in den meisten Fällen aus Krankheiten. Mit einer entsprechenden Versicherung erhalten Sie im Ernstfall eine monatliche Rente.

Behalten Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung im Kopf:

  • Je früher Sie die Versicherung abschließen, desto niedriger sind die Beiträge.
  • Lesen Sie sich die Vertragsbedingungen genau durch. In manchen Fällen können Versicherer im Ernstfall auf einen Wechsel in ein anderes Berufsfeld bestehen.

Nicht immer erhalten Sie ohne Weiteres eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Bei ernsthaften Vorerkrankungen gestaltet sich die Suche oft schwer. Dann haben Sie die Möglichkeit, bestimmte Krankheiten vom Versicherungsschutz auszuschließen, um immerhin angenommen zu werden.


4. Betriebshaftpflicht

Die Betriebshaftpflicht ist eine sinnvolle Ergänzung zur Privathaftpflicht für Gründer. Sie greift bei Schadensersatzansprüchen von Lieferanten, Kunden oder Mitarbeitern und wird in verschiedenen Varianten angeboten. Für welche davon Sie sich entscheiden, hängt vor allem ab von …

  • der Branche, in der Sie arbeiten und den damit verbundenen Gefahren.
  • dem Wert der Betriebsmittel und Ressourcen, mit denen Sie umgehen.
  • der Größe Ihres Betriebes.

Lassen Sie sich bei der Auswahl einer Betriebshaftpflichtversicherung gut beraten, auch bezüglich der Deckungssumme. Vielen Gründern sind die mit ihrem Berufsfeld verbundenen Risiken und Gefahren nicht vollkommen bewusst.

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Tipp: Eine gute Ergänzung zur Betriebshaftpflichtversicherung ist in einigen Branchen eine Berufshaftpflicht.
Sie greift dann, wenn zum Beispiel durch eine falsche Beratung finanzielle Schäden entstehen. Zusätzlich kann eine
Produkt- oder Umwelthaftpflicht in Frage kommen.

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5. Rechtsschutzversicherung

Ein Gerichtsverfahren kann teuer werden. Als Unternehmer sind Sie schnell mit einem solchen konfrontiert, zum Beispiel wenn ein Mitarbeiter gegen seine Kündigung vorgehen möchte oder Sie Schadensersatz für einen Verdienstausfall durchsetzen müssen. In einem solchen Fall kommt eine Rechtsschutzversicherung für die Gerichts-, Prozess- und Anwaltskosten auf.

Achten Sie auch hier auf die Unterschiede zwischen verschiedenen Angeboten. Eine Rechtsschutzversicherung lässt sich in der Regel nach dem Baukastenprinzip den eigenen Bedürfnissen anpassen.


6. Wägen Sie sorgfältig ab

Es gibt noch weitere Versicherungen für Gründer, die je nach Ihrer persönlichen und beruflichen Situation bzw. Ihrer Branche sinnvoll sein können. Dazu gehört eine freiwillige Arbeitslosenversicherung für den Fall, dass es plötzlich nicht mehr so läuft wie es sollte.

Hier wie in vielen anderen Aspekten einer Unternehmensgründung gilt: Lassen Sie sich bei der Auswahl beraten.
Ein Experte hilft Ihnen nicht nur, die richtigen Versicherungen auszuwählen, sondern auch, diese auf Ihre speziellen Bedürfnisse zuzuschneiden.

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