Gastbeitrag: Corporate-Design für Gründer – das sind die Dos und Don’ts

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Unter dem Begriff Corporate-Design versteht man das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens. Viele Gründer möchten sich am Anfang auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und unterschätzen die enorme Wichtigkeit eines einheitlichen, wiedererkennbaren Geschäftsauftrittes. Hier erfahren Sie alles Wesentliche rund um das Thema Corporate-Design für Gründer.

Corporate-Design – was genau ist das eigentlich?

Was kann ein gutes Corporate-Design?

Wann ist ein Corporate-Design „gut“?

Corporate-Design – (auch) eine Frage der richtigen Farbwahl

No-Gos bei der Corporate-Design-Erstellung

Webseite – individuell gestaltet oder aus dem Baukasten?

Praxistipps: So finden Sie den richtigen Designer

Über die Autorin

Corporate-Design – was genau ist das eigentlich?

Das Corporate-Design ist ein Teil der sogenannten Corporate Identity. Während die Corporate Identity die gesamte Identität des Unternehmens nach außen und innen umfasst, bezieht sich das Corporate-Design lediglich auf das visuelle Erscheinungsbild des Unternehmens. Hierzu zählen also insbesondere das Logo, das Briefpapier, sowie die Visitenkarten eines Unternehmens.

Kleinstunternehmer und Unternehmensgründer müssen sich noch nicht mit dem Thema Corporate Identity befassen. Ein passendes Corporate-Design ist jedoch für den Geschäftserfolg von Anfang an wichtig. Allerdings benötigen Gründer in der Anfangsphase nur ein Basis-Corporate-Design.

Ein Corporate-Design-Manual von großen Unternehmen kann leicht viele dutzende Seiten stark sein. Das ist für Kleinstunternehmen und Unternehmen in der Gründungsphase natürlich absolut überdimensioniert. Daher sollten Sie bei der Auswahl eines Dienstleisters für die Erstellung Ihres Corporate-Designs darauf achten, dass dieser Erfahrungen mit Unternehmensgründern hat.

Hinweis: Beschränken Sie sich zu Beginn nur auf das Wichtigste, um Kosten zu sparen. Ein Basis-Corporate-Design ist für den Anfang ausreichend.

Was kann ein gutes Corporate-Design?

Ein gutes Corporate-Design kann nachhaltig zum Geschäftserfolg beitragen. Denn das Corporate-Design sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen vom Kunden wiedererkannt wird. Zudem lässt sich über das Corporate-Design ein Stück weit die Philosophie des Unternehmens vermitteln.Corporate Design von Mark Müller

Menschen sind visuelle Wesen, die auf optische Reize sehr stark reagieren. Dies läuft in der Regel auf der unterbewussten Ebene ab. Diese Tatsache macht sich die gesamte Werbebranche zunutze.

Mit einem auf Ihr Unternehmen abgestimmten Corporate-Design können Sie also Kunden für sich gewinnen. Sie können Vertrauen aufbauen und Informationen auf sehr subtile Art vermitteln. Und Sie können dafür sorgen, dass sich (potentielle) Kunden lange Zeit an Ihr Unternehmen erinnern.

Auf den Punkt: Das Corporate-Design macht Ihr Unternehmen wiedererkennbar.

Wann ist ein Corporate-Design „gut“?

Das wichtigste Kriterium eines guten Corporate-Designs ist, dass es optimal auf Ihr Unternehmen abgestimmt ist. Dafür muss es auf jeden Fall professionell erstellt sein. Daher liegt die Entwicklung eines Corporate-Designs am besten in den Händen von erfahrenen Grafikern oder Designern.

Corporate Design von Inventum

Suchen Sie sich also einen Dienstleister, der Erfahrungen in der Entwicklung von Corporate-Designs für Kleinunternehmen und Gründer hat. Lassen Sie sich ein Angebot erstellen, was die Entwicklung eines individuellen Corporate-Designs kostet. Und achten Sie unbedingt darauf, dass das Corporate-Design-Paket auch vom Umfang her auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

In der Regel reicht für Gründer ein Standard-Paket aus, das ein Logo, ein Briefpapier, sowie Visitenkarten umfasst. Hierbei handelt es sich natürlich nur um einen Richtwert, es kommt immer auf den konkreten Einzelfall an. Eine Gastronomie benötigt unter Umständen bereits im ersten Schritt zusätzlich eine Website, ein Firmenschild, sowie eine Menükarte.

Wichtig: Gut ist nur das Corporate-Design, das für das konkrete Unternehmen erstellt wurde.

Corporate-Design – (auch) eine Frage der richtigen Farbwahl

Farben entfalten aus sich selbst heraus bereits eine große Wirkung: Farben können Signalwirkung haben und alarmierend wirken. Andere Farben sind eher beruhigend. Je nach Farbwahl und Farbkombination kann daher allein über die richtige Farbwahl eine bestimmte Wirkung beim Betrachter erzielt werden.

Corporate Design von Gölsentaler Bauernladen

Schwarz, Blau, Rot, Gelb, Orange oder doch lieber Weiß, Grün und Braun? Welche Farbe sich aus welchen Gründen für das Corporate-Design eines jeweiligen Unternehmens eignet, hängt von der Wirkung der jeweiligen Farbe ab. Hier finden Sie einen Artikel, in dem die Wirkung und Einsatzmöglichkeiten von Farben für Logos beschrieben werden.

Erwähnt sei an dieser Stelle noch dies: Designer beschäftigen sich im Rahmen von Ausbildung, Studium und Weiterbildung kontinuierlich mit dem Thema Farbe. Fragen Sie den Designer im Zweifelsfall, warum er eine bestimmte Farbe gewählt hat. Andererseits gilt: Bei der Corporate-Design-Entwicklung für Gründer kommt es nicht darauf an, sich zu lange mit Farbnuancen zu befassen.

Tipp: Es geht beim Corporate-Design nicht darum, die Lieblingsfarbe auszuwählen, sondern die konkret passende.

No-Gos bei der Corporate-Design-Erstellung

Natürlich lassen sich hier nicht die Grundregeln der Kunst des Corporate-Designs darlegen. Wir möchten Ihnen ein Gespür dafür vermitteln, worauf es bei der Erstellung eines Corporate-Designs ankommt. Denn nur so können Sie einen guten von einem schlechten Entwurf unterscheiden.

Vielmehr ist es wichtig, dass Sie den für sich passenden Designer finden. Eine tolle Chance ist hier zum Beispiel das Portal designenlassen.de. Hier stellen Sie Ihren Auftrag ein, lassen mehrere Designer präsentieren und zahlen dann nur für Ihren Lieblingsentwurf.

Und nun zu den No-Gos beim Erstellen eines Corporate-Designs:

Alles nur geklaut: Manche Designer nutzen vorhandene Logos und verändern diese nur marginal – wenn überhaupt. So entsteht aber kein Corporate-Design, das auf Ihr Unternehmen abgestimmt ist. Im schlechtesten Fall geraten Sie sogar mit dem Rechteinhaber des Original-Logos in einen Rechtsstreit.

Zu bunt, zu viele Farben: Ein gutes Corporate-Design besticht durch seine Klarheit. Nur so ist es schnell wahrzunehmen und kann wiedererkannt werden. Deshalb: Verzichten Sie auf zu viel an Farben, Schriften und Details.

Zu überladen: Gerade große Unternehmen haben oft einen Unternehmensclaim, der die Corporate Identity in komprimierter Form wiedergibt. Dieser sollte jedoch (fast) nie Bestandteil des Logos sein. Der Grund: Zu viele Informationen, die der Betrachter nicht verarbeiten kann.

Nicht kompatibel: Es ist wahr – am Anfang benötigen Sie in der Regel meist lediglich ein Logo, Briefpapier und Visitenkarten. Allerdings sollte Ihr Corporate-Design so aufgebaut sein, dass es später auch für andere Werbemittel eingesetzt werden kann. Denn Ihr Ziel als Gründer ist es ja sicher, dass Ihr Unternehmen sich weiterentwickelt.

Schön, aber unpassend: Es gibt wunderschöne Logos, die handwerklich hochwertig gestaltet sind. Leider haben sie nur einen Fehler: Sie passen nicht zu dem jeweiligen Unternehmen. Vergessen Sie nicht, dass das Corporate-Design Ihr Unternehmen visualisieren soll.

Fazit: Ein Corporate-Design muss einzigartig, wiedererkennbar, leicht wahrnehmbar und weiterentwickelbar sein.

Webseite – individuell gestaltet oder aus dem Baukasten?

Für viele Unternehmen gehört heute eine Webseite von Anfang an zum Must-Have in Sachen Außenauftritt. Doch anders als bei der grundlegenden Entwicklung des Corporate-Designs ist es hier durchaus möglich, auf die Dienste eines Webdesigners zu verzichten.

Seit Jahren gibt es viele so genannte Homepage-Baukästen auf dem Markt. Dabei handelt es sich um Services, mit denen sich Internetseiten nach dem Baukastenprinzip erstellen lassen. Programmierkenntnisse sind nicht notwendig und auch die Kosten sind sehr gering.

Funktionsweise: Bei einem Homepage-Baukastensystem wird zunächst ein Grundlayout aus einer Galerie ausgewählt. Dann können Farben verändert und Texte sowie Fotos per Drag-and-drop hinzugefügt werden. Zudem ist es möglich, eine bestimmte Anzahl von Unterseiten zu wählen.

Die Vorteile: Auch ohne grafische Vorkenntnisse oder Programmiererfahrungen ist so eine Internetseite schnell erstellt. Um Sicherheits- und Feature-Updates kümmert sich der Service-Betreiber. Und meist ist auch ein technischer Support erhältlich.

Die Nachteile: Da es sich um ein Baukasten-Prinzip handelt, sind die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten beschränkt. Zudem erfordert die Erstellung einer Internetseite auch bei einem Baukasten-System ein Mindestmaß an Wissen, welche Inhalte wichtig sind. Zudem begibt man sich in eine gewisse Abhängigkeit vom Anbieter des Baukasten-Systems.

Tipp: Homepage-Baukästen sind ideal für alle, die eine Standard-Internetseite benötigen. Voraussetzung ist ein grundlegendes Verständnis im Umgang mit dem Internet und Computerprogrammen. Wichtig ist zudem, den richtigen Anbieter und dort wiederum das richtige Paket auszuwählen.

Dies sind die gängigsten Anbieter von Homepage-Baukästen: Jimdo, 1&1, WordPress, wix, weebly und Homepage-Baukasten.de. Bei den meisten Anbietern besteht die Wahl zwischen (kostenfreien, aber mit Werbung versehenen) Basis-Paketen und unterschiedlichen kostenpflichtigen Angeboten mit unterschiedlich ausgestaltetem Leistungsumfang.

Hinweis: Gerade am Anfang ist weniger häufig mehr – das gilt auch für den Internetauftritt.

Praxistipps: So finden Sie den richtigen Designer

Dem Corporate-Design eines Unternehmens kommt eine große Bedeutung bei. Daher sollte man hier sicher nicht an der falschen Stelle sparen, indem man sich selbst an der Gestaltung versucht. Andererseits ist es auch nicht notwendig, eine große Agentur zu beauftragen.

Doch wie findet man den richtigen Designer? Beim Portal designenlassen.de stellen Sie Ihren Projektauftrag mit einem festgelegten Honorar ein und warten auf die Entwürfe der zahlreichen Designer. Wenn Sie sich für einen Entwurf entscheiden, dann bezahlen Sie ausschließlich diesen.

Dieses Vorgehen hat gleich mehrere Vorteile für Sie: Einerseits sehen Sie gleich mehrere unterschiedliche Entwürfe und andererseits tragen Sie nicht das Kostenrisiko. Wenn Sie einmal Ihren Lieblingsdesigner gefunden haben, können Sie diesen für künftige Projekte auch direkt beauftragen.

Schlusswort: Nicht jeder gute Designer passt zu jedem Unternehmer – es geht darum, den passenden Designer für das eigene Unternehmen zu finden.

Über die Autorin

Kathrin Kellner ist für das Content-Marketing bei designenlassen.de zuständig. Dort schreibt sie im Blog regelmäßig zu allen Themen rund um Design und Kreativität.