Unser aktuelles Lehrangebot für Hochschulen

 

Im 6. Jahrhundert vor Christus fand der Babylonier Iddin-Marduk einen neuen Markt für Zwiebeln und wurde so zu einem reichen und angesehenen Geschäftsmann. Er gilt als der erste dokumentierte Unternehmer in der Geschichte. Als das Handeln des Unternehmers jedoch zum Gegenstand der Wissenschaft und als wichtiges Rad im Weltgeschehen entdeckt wird, geschieht dies mit einem bitteren Beigeschmack: Karl Marx betrachtete ihn als historisch gewachsenen Feind der Arbeiterklasse, die der Unternehmer in Gestalt des Kapitalisten oder mit dessen Unterstützung ausbeute. Ganz anders fielen die Betrachtungen Werner Sombarts oder die berühmt gewordene Analyse Joseph Schumpeters aus: Als „schöpferischer Zerstörer“ habe der Unternehmer die Aufgabe, die Wirtschaft kontinuierlich zu erneuern, er wird zum regelrechten Helden stilisiert. Heute, mit dem Entstehen neuer wissenschaftlicher Disziplinen und im Zuge funktionaler Differenzierung, fallen die einstmalig im Unternehmer vereinten Funktionen des Managers, Kapitalisten und Entrepreneurs auseinander.


Ziel
Ziel derVeranstaltung ist es, einen Überblick über die Geschichte des Unternehmertums zu vermitteln und anhand intensiver Lektüre von Primärliteratur konkurrierende Bilder und Definitionen dieses Wirtschaftssubjekts herauszuarbeiten.

Umfang
Reguläres Seminar

Prüfungsleistung
Die Prüfungsleistung wird den Rahmenbedingungen der Studiengänge und Fachbereiche angepasst. Üblich sind jedoch eine Hausarbeit im Umfang von 10-15 Seiten und ein Referat.
Obwohl Gründungen seitens der Universitäten gewollt und gefördert werden, so geschieht dies meist mit einem Fokus auf High-Tech-Unternehmen. Die als relevant empfundenen Fachbereiche werden für das Thema Selbstständigkeit und Unternehmensgründung sensibilisiert, die Geisteswissenschaften aber fallen unter den Tisch. Zu Recht? Keinesfalls. Viele erfolgreiche Gründer sind Geisteswissenschaftler. Die neuen Mobilitätskonzepte, die bei BeMobility erarbeitet werden, sind die Kopfgeburten von Soziologen. Sprachwissenschaftler bieten Verwaltungsapparaten Dienstleistungen an, die ihre Formulare sowohl allgemeinverständlich, als auch rechtssicher machen. Klaas Kersting, der Gründer von Gameforge und Flaregames studierte Geschichte, Jura und Kommunikationswissenschaften, bevor er zwei der erfolgreichsten Spieleunternehmen Deutschlands gründete.

Also stehen auch Geisteswissenschaftlern interessante Optionen zur Existenzgründung offen.


Ziel
Ziel der Veranstaltung ist es, Geisteswissenschaftler auf diese Möglichkeiten hinzuweisen und Ihnen einen Einblick in die Anforderungen der Selbstständigkeit zu geben.

Umfang
Zweitägige Blockveranstaltung

Prüfungsleistung
Die Prüfungsleistung richtet sich nach den Vorgaben der Fachbereiche. Üblich ist ein Geschäftskonzept auf etwa 5 Seiten.
Der Businessplan ist ein wichtiges Dokument, sowohl für den angehenden Unternehmer, als auch für seine potentiellen Geldgeber – also Banken, Investoren und potentielle Partner. Um bei diesen erfolgreich um Mittel werben zu können, ist eine klare und kompakte Vermittlung der Geschäftsidee und ihrer betriebswirtschaftlichen Kennzahlen unerlässlich. Der Businessplan erfasst die wichtigsten Eckdaten rund um das Vorhaben und erlaubt es dem Verfasser, sich ein klares und strukturiertes Bild von seiner Unternehmung zu machen. Gleichzeitig ermöglicht der Businessplan den Geldgebern, ihre eigenen Risiken abzuschätzen und auch realistische Erwartungen bezüglich ihrer Kapitalrendite zu entwickeln.

Im Businessplan-Workshop lernen die Teilnehmer die Bestandteile des Businessplans und ihre wichtigsten Inhalte kennen. Sie werden von den Dozenten bei der Erstellung ihrer eigenen Businesspläne kompetent angeleitet und unterstützt. Dabei stehen Dozent und Teilnehmer in einem ständigen Austauschprozess, der eine individuelle Bearbeitung der Vorhaben der Teilnehmer ermöglicht. Ergänzend werden Einzelbetreuungen durchgeführt. Ziel der Veranstaltung ist die Erstellung eines vollständigen, tragfähigen Businessplans zur Vorlage bei potentiellen Geldgebern. Die Businesspläne werden am Ende der Veranstaltung an die Teilnehmer ausgehändigt.


Ziel
Vermittlung von Grundkenntnissen der Geschäftsmodellentwicklung, Erstellung eines tragfähigen Businessplans

Umfang
Zweitägige Veranstaltung

Prüfungsleistung
Im Seminar „Businessplan Development“ geht es darum, die Studierenden einmal durch den gesamten Prozess von der Geschäftsidee zum fertigen Businessplan zu begleiten und ihnen die Grundzüge unternehmerischen Denkens beizubringen. Im Wechselspiel zwischen Unterrichtseinheiten und Workshops entwickeln die Studierenden in Gruppen ihr Unternehmen. Dabei werden sie mit Methoden der Kreativitätsentwicklung, des Design Thinking und des Lean Startup vertraut gemacht.


Ziel
Ziel derVeranstaltung ist es, …

Umfang
Insgesamt ca. 30 SWS, die Module sind als Doppeltermine mit 2×90 Minuten konzipiert. Blockveranstaltung ist möglich.

Prüfungsleistung
Die Prüfungsleistung richtet sich nach den Vorgaben der Fachbereiche. Üblich ist jedoch ein in Gruppen erarbeiteter Businessplan und eine Abschlusspräsentation des Geschäftskonzepts („Pitch“)..
Auch wenn es bei der Umsetzung einer Idee vor allem um praktische Fähigkeiten geht, hat auch die Theorie dem angehenden Unternehmer einiges zu bieten. Entrepreneurship ist mittlerweile fest als eigenständige wissenschaftliche Disziplin etabliert und bietet auch über die Grundlagenforschung hinaus spannende neue Ansätze.


Ziel
Ziel derVeranstaltung ist es, die theoretischen Grundlagen des Entrepreneurships als wissenschaftliche Disziplin zu erarbeiten und einen Ausblick auf aktuelle Forschungsentwicklungen zu ermöglichen.

Umfang
Reguläres Seminar

Prüfungsleistung
Die Prüfungsleistung wird den Anforderungen der Studiengänge und Fachbereiche angepasst, üblich sind jedoch eine Hausarbeit mit einem Umfang von 10-15 Seiten und ein Referat.