6 Tipps für eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie

Franz SauersteinGeschäftsmodell, Kommunikation, Kunde, Marketing, Medien, Selbstständigkeit, Start, Storytelling

Kommunikationsstrategie

Wer sich als Start-up erfolgreich auf dem Markt positionieren möchte, muss dafür sorgen, dass er wahrgenommen wird. Dabei hilft Ihnen die richtige Kommunikationsstrategie. Sie legt fest, zu welchem Ziel Sie beziehungsweise Ihr Unternehmen auf welche Art mit wem kommunizieren.

Das klingt komplizierter, als es sich in der Realität darstellt. Allerdings sind bei der Erstellung einer Kommunikationsstrategie ein paar zentrale Dinge zu beachten, damit Sie Ihre Ziele wirklich erreichen. 6 grundlegende Tipps dafür haben wir in den folgenden Kapiteln für Sie gesammelt.


 

1) Wichtige Grundlage – die Ist-Analyse

2) Formulieren Sie klare Ziele

3) Suchen Sie Alleinstellungsmerkmale

4) Definieren Sie Kommunikationsorte

5) Stellen Sie den Adressaten in den Mittelpunkt

6) Prüfen Sie Ihre Strategie regelmäßig

 


Wichtige Grundlage – die Ist-Analyse

Als neues Unternehmen sollten Sie relativ bald damit beginnen, mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren – und das auf
einer möglichst breiten Basis. Das bedeutet aber nicht, ins Blaue hinein zu kommunizieren. Ganz im Gegenteil: Nur wenn
Sie wissen, welche Ziele Sie erreichen möchten (und können), sind Sie in der Lage, eine kluge Kommunikationsstrategie
zu entwerfen.

Voraussetzung dafür ist zunächst einmal, dass Sie sich über den Ist-Zustand bewusst sind. Das gelingt nur mit einer gründlichen Markt- und Zielgruppenanalyse. Denn so wissen Sie, welche potenziellen Kunden Sie erreichen möchten,
wo Sie sich auf dem Markt etablieren wollen und welche Hürden Sie dabei zu überwinden haben.

Aus dieser Position heraus können Sie Ihre Kommunikationsstrategie auf Ihr Unternehmen und seine Zielgruppe zuschneiden. Ein wesentlicher Aspekt in dieser Anfangsphase, der gerne unterschätzt wird, ist ein geschickt gewählter Unternehmensname. Achten Sie darauf, dass dieser

  • gut aussprechbar ist
  • leicht im Gedächtnis bleibt
  • bestenfalls schon Ihr Produkt beziehungsweise Ihr Markenversprechen anklingen lässt

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Empfehlung: Wertvolle Tipps zur Zielgruppenanalyse erhalten Sie in unserem Logbucheintrag
„Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen – Unser Ratgeber zur Zielgruppenanalyse“.

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 Formulieren Sie klare Ziele

Der Ausgangspunkt für jede Unternehmensstrategie sind klar definierte Unternehmensziele. Diese sind auch für Ihre Kommunikationsstrategie entscheidend. Behalten Sie im Kopf, welche Ziele Sie wann erreichen möchten und leiten
Sie daraus klare Ziele für Ihre Kommunikationsstrategie ab. Diese können grundsätzlich zwei verschiedenen Gruppen angehören:

  • Ökonomische Ziele (zum Beispiel den Umsatz in einem bestimmten Zeitraum
    um einen bestimmten Protzentsatz zu steigern).
  • Psychografische Ziele (zum Beispiel den Bekanntheitsgrad des Unternehmens
    oder eines bestimmten Produkts zu steigern).

Wichtig um die Effektivität Ihrer Kommunikationsstrategie überprüfen zu können, sind messbare Ziele, also beispielsweise eine Steigerung um einen bestimmten Prozentsatz in einem bestimmten Zeitraum in einer bestimmten Region.
Legen Sie klare Kriterien für die Messbarkeit fest – das ist erfahrungsgemäß bei ökonomischen Zielen leichter, gilt aber auch für psychografische Ziele.

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Empfehlung: Sie wissen nicht genau, wie Sie am besten vorgehen, um sich sinnvolle Unternehmensziele zu stecken?
Lesen Sie unseren Logbucheintrag „Realistische Unternehmensziele stecken, messen und erreichen“.

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 Suchen Sie Alleinstellungsmerkmale

Sich von anderen zu unterscheiden, ist essenziell für ein gutes Marketing – aber gar nicht so leicht.
Dabei kommt den sogenannten Alleinstellungsmerkmalen eine zentrale Rolle zu.

Attribute wie „zuverlässig“ oder „korrekt“ bringen Sie in dieser Hinsicht nicht weiter, denn das sind Eigenschaften,
die von vielen Unternehmen für sich beansprucht werden. Suchen Sie stattdessen nach Attributen, die Sie klar
von anderen unterscheiden. Versetzen Sie sich dabei in die Perspektive Ihrer Kunden. Schließlich geht es darum,
was Sie in den Augen Ihrer Zielgruppe einzigartig macht.

Hilfreich bei der Suche nach Alleinstellungsmerkmalen ist ein simples Brainstorming auf einem Blatt Papier. Notieren Sie
sich über Wochen hinweg, was Ihnen zu der Frage einfällt, welche Eigenschaften Ihr Unternehmen und sein Angebot besonders auszeichnen. Um die Resultate nutzbar für die Unternehmenskommunikation zu machen, gilt es anschließend,
sie emotional zu verpacken. So werden Sie zu wichtigen Argumenten für potenzielle Kunden, sich für Sie und nicht einen Konkurrenten zu unterscheiden.

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Definieren Sie Kommunikationsorte

Für die Unternehmenskommunikation stehen Ihnen heute verschiedenste Kanäle zur Verfügung. Viele Startups konzentrieren sich dabei von Beginn an vollends auf digitale Medien – auch weil dies eine große Reichweite für vergleichsweise wenig Geld verspricht. Tatsächlich sollten Sie der eigenen Webseite und sozialen Medien viel
Aufmerksamkeit schenken. Auch Unternehmensblogs, regelmäßige Newsletter und Videos sind wertvoll für eine
effektive Kommunikation.

Zugleich ist Online-Kommunikation kein vollwertiger Ersatz für klassische Pressearbeit. Professionelle Entscheider
in Deutschland informieren sich nach wie vor gerne in Fachmedien – in gedruckter und digitaler Form.

Deshalb empfehlen wir Ihnen:

  • Überlegen Sie sich, auf welchen Kanälen Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen
    (dabei spielen Faktoren wie Alter und berufliche Position eine wichtige Rolle).
  • Verbinden Sie online und offline.
  • Berücksichtigen Sie auch „klassische“ Medien wie Fachzeitschriften.
  • Konzentrieren Sie sich auf wirklich relevante Kanäle statt überall präsent sein zu wollen.

Die Wahl der Kommunikationsorte hat auch Auswirkungen auf die Auswahl der richtigen Inhalte und der richtigen Verpackung. So unterscheidet sich die geeignete Ansprache der Leser auf Facebook von derjenigen in einer Fachzeitschrift.


Stellen Sie den Adressaten in den Mittelpunkt

Ein häufiger Fehler bei der Erstellung einer Kommunikationsstrategie besteht darin, dass Gründer Ihre Produkte beziehungsweise Leistungen in den Mittelpunkt stellen und dabei den Adressaten vernachlässigen.

Natürlich spielt Ihr Angebot eine zentrale Rolle. Schließlich ist es das entscheidende Merkmal Ihres Unternehmens und
das, womit Sie ökonomisch erfolgreich sein möchten. Doch ist Ihre Kommunikation nur dann langfristig erfolgreich,
wenn Sie sich an denjenigen orientieren, mit denen Sie kommunizieren möchten.

Das bedeutet, spannende Inhalte zu schaffen und diese attraktiv aufzumachen. So bieten sich zum Beispiel Gründungsgeschichten und Beiträge von Experten für den Unternehmensblog an, ein unterhaltsames Video oder Bilder
zu der Arbeit „hinter den Kulissen“ auf Facebook. Auch Journalisten legen Wert auf „Storytelling“. Liefern Sie deshalb in
einer Pressemitteilung immer eine gute Geschichte rund um Ihre Leistungen und Produkte. Verabschieden Sie sich von
der Annahme, dass Pressearbeit gleich Marketing ist.


Prüfen Sie Ihre Strategie regelmäßig

Eine Kommunikationsstrategie ist kein starres Gebilde. Im Regelfall teilt sie sich in viele kleine Kommunikationsstrategien für verschiedene Kanäle und Produkte auf, die sich gegenseitig ergänzen. Diese müssen in regelmäßigen Abständen überprüft und neu angepasst werden. Scheuen Sie dabei nicht vor Korrekturen zurück. Gerade als Gründer geht „Ausprobieren“ manchmal über „Studieren“.

Scheuen Sie sich deswegen auch nicht, Ihre Kommunikationsstrategie wie Sie jetzt ist – egal wie roh Sie Ihnen vorkommt – nieder zu schreiben. Sobald Sie diese klar verschriftlicht haben, können Sie diese effektiv weiter entwickeln. Wir unterstützen Sie dabei gerne auch persönlich:

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